Schwieriges Beziehungsgeflecht: Cyril Collard und 
Romane Bohringer  

Wilde Nächte

KINOSTART: 19.08.1992 • Melodram • Frankreich (1992) • 126 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Les nuits fauves
Produktionsdatum
1992
Produktionsland
Frankreich
Laufzeit
126 Minuten
Kamera
Schnitt
Die 17-jährige Laura verliebt sich in den bisexuellen Jean. In ihm findet sie alle Eigenschaften, die sie von einem Mann erwartet. Doch Jean verschweigt ihr zunächst, daß er HIV-positiv ist, die Folge seiner wilden Streifzüge durch das Pariser Schwulenmilieu. Als Jean den properen Samy kennenlernt, kommt es in der Dreiecksbeziehung mit Laura zu einem gnadenlosen Krieg.

Seit Mitte der 80er Jahre ist das Thema Aids immer wieder in Filme eingeflossen, und das auf ganz unterschiedliche Weise. Einige heucheln dadurch nur Problembewußtsein, bei anderen ist es modische Dreingabe, und wieder andere nutzen es für wohlfeile Rühreffekte (selbst "Forrest Gump" kann sich dem nicht entziehen). Selten hat es eine ehrliche und konsequente filmische Aufarbeitung gegeben. Collards Film zählt zu diesen Ausnahmen. Das beklemmende Liebesdrama erhält besondere Authentizität dadurch, dass Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Cyril Collard ein Jahr nach den Dreharbeiten im Alter von nur 35 Jahren an Aids starb. Der Film erhielt vier Césars (das ist der französische Oscar).

Darsteller
Cyril Collard
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Maria Schneider
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