Zwei Tage, eine Nacht

KINOSTART: 30.10.2014 • Drama • Frankreich/Belgien/Italien (2014) • 95 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Deux jours, une nuit
Produktionsdatum
2014
Produktionsland
Frankreich/Belgien/Italien
Filmstudio
Les Films du Fleuve, Archipel 33>35, BIM Distribuzione, Eyeworks, France 2 Cinéma, RTBF, Belgacom
Budget
7.000.000 USD
Einspielergebnis
6.860.853 USD
Laufzeit
95 Minuten
Regie
Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Kamera
Alain Marcoen

Ein Streben nach Selbstverbesserung

Als Sandra erfährt, dass sie ihren nötig gebrauchten Job nur halten kann, wenn sie ihre Kollegen überzeugt, auf die angekündigte Bonuszahlung zu verzichten, die man ihnen anbot, wenn sie für die Entlassung der mehrfachen Mutter stimmen, versucht sie alles, die anderen Mitarbeiter dazu zubringen, dass man für den Erhalt ihres Jobs ist.

Dazu bleiben ihr aber nur die 48 Stunden des Wochenendes. Denn die entscheidende Neuabstimmung soll am Montagmorgen stattfinden. Doch wen die verzweifelte Frau auch aufsucht und fragt - alle benötigen sie die jährliche Bonuszahlung von 1000 Euro, um selbst halbwegs über die Runden zu kommen. Schließlich nimmt Sandra auch noch die Hilfe ihres Mannes Manu in Anspruch, die Kollegen davon zu überzeugen, dass ihre Existenz von der Abstimmung abhängt ...

Idiotische Prämisse

Und wieder ein Film der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne ("Rosetta", "Das Kind"), der gnadenlos das Dilemma des einzeln angesichts des seelenlosen und erfolgsorientierten Wirtschaftssystems offenbart. Allerdings haben die Filmemacher dabei offenbar übersehen, das die Prämisse derart idiotisch ist, dass man sich die ganze Zeit fragen muss, wer sich die dumme, weil völlig sinnfreie (und zudem rein rechnerisch völlig unplausible) Entscheidung "Job für die Kollegin" oder "Bonuszahlung" ausgedacht haben soll.

Auch wenn Marion Cotillard die Hauptrolle mal wieder mit Bravour meistert, nervt der erneute dilettantische Stil der Filmkünstler und der übertriebene, allzu sehr auf Sozialdrama getrimmte Duktus, der gerne als "ungekünstelt" umschrieben wird, sich meist aber als nerviger, falscher Blick des Bildungsbürgers auf den kleinen Mann entpuppt. Wäre die Prämisse eine andere, hätte dies ein durchaus starkes Werk werden können.

Darsteller

Marion Cotillard wurde am 30.09.1975 in Paris, Frankreich, geboren.
Marion Cotillard
Weitere Darsteller
Fabrizio Rongione Catherine Salée Pili Groyne Baptiste Sornin Simon Caudry Lara Persain Alain Eloy Myriem Akheddiou Fabienne Sciascia Anette Niro Rania Mellouli Christelle Delbrouck Timur Magomedgadzhiev Hassaba Halabi Soufiane Jilal Hicham Slaoui Philippe Jeusette Yohan Zimmer Safia Gollas Christelle Cornil Marion Lory Angélique Michaux Laurent Caron Joachim Vincent Donovan Deroulez Tom Adjibi Elena Doratiotto Franck Laisné Maïdy Ankaye Alao Kasongo Serge Koto Morgan Marinne Gianni La Rocca Ben Hamidou Carl Jadot Olivier Gourmet Sabine Raskin Carmela Nicosia Dimitri Mouton Camelia Jawhari Moli Limet Henia Missoumi Alia Perée Zeyd Sen Corentin Lahaye Alix Toussaint Damien Trapletti

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