Die größte deutsche Serienproduktion der letzten Jahre geht als Favorit ins Rennen um den Deutschen Fernsehpreis 2018: "Babylon Berlin" erhielt insgesamt acht Nominierungen, etwa in den Kategorien "Beste Drama-Serie", "Beste Regie" und "Beste Kamera". Zudem können in der ARD/Sky-Produktion, die unter anderem von Tom Tykwer inszeniert wurde, die Darsteller Liv Lisa Fries und Peter Kurth auf die Preise als "Beste Schauspieler" hoffen.

Hoffen darf auch die deutsche Gangster-Serie "4 Blocks". Mit sechs Nominierungen kann die TNT-Produktion um einen libanesischen Familienclan in Berlin-Neukölln bei der Preisverleihung gleich mehrere Trophäen ergattern. Nominiert ist das Drama unter anderem in den Kategorien "Beste Drama-Serie" und "Bester Schnitt", zudem nominiert sind Kida Khodr Ramadan als "Bester Schauspieler" und Marvin Kren für die "Beste Regie". Die Krimi-Serie "Das Verschwinden" wurde fünfmal nominiert, der ZDF-Mehrteiler "Der gleiche Himmel" in vier Kategorien

Auszeichnungen in 24 Kategorien

Insgesamt wird der Fernsehpreis in 24 Kategorien verliehen. Aufgrund der enorm gestiegenen Anzahl an Serien wird 2018 erstmals auch ein Preis für die "Beste Comedy-Serie" vergeben; nominiert ist hier auch die Maxdome-Produktion "jerks." Nominiert in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" ist das historische Biopic "Katharina Luther", das Familiendrama "Eine unerhörte Frau" und das Missbrauchs-Drama "Zuckersand".

Bei den Schauspielern hoffen neben Kurth und Ramadan auch Maximilian Brückner ("Hindafing"), Edin Hasanovic; ("Brüder") und Tom Schilling ("Der gleiche Himmel"). Liv Lisa Fries konkurriert in der Kategorie "Beste Schauspielerin" zudem mit Julia Jentsch ("Das Verschwinden"), Anna Schudt ("Ein Schnupfen hätte auch gereicht"), Nadja Uhl ("Tod im Internat") sowie Felicitas Woll ("Das Nebelhaus").

Keine Nominierungen für Netflix und Amazon

Leer aus gingen indes die Netflix-Serie "Dark" und Matthias Schweighöfers Amazon-Serie "You Are Wanted". Insgesamt habe das Jahr sehr überzeugt, so Jury-Chef Lutz Carstens: "2017 war ein enorm starkes Fernsehjahr, was sich insbesondere an den herausragenden Produktionen in den Kategorien Fernsehfilm und Mehrteiler und vor allem bei den Serien festmachen lässt. Es waren vor allem die horizontal erzählten Drama-Serien, die uns begeistert haben."

Die Preis-Gala des Deutschen Fernsehpreises findet am 26. Januar 2018 in Köln statt, die Moderation übernimmt abermals Barbara Schöneberger.


Quelle: teleschau – der Mediendienst