J. K. Simmons

J.K. Simmons in "The Music Never Stopped" Vergrößern
J.K. Simmons in "The Music Never Stopped"
Fotoquelle: Senator
J. K. Simmons
Geboren: 09.01.1955 in Detroit, Michigan

Den hab ich schon mal gesehen, aber wie hieß der denn noch mal? Ach ja, J.K. Simmons! Die Liste der Filme, in den Simmons bereits mitgespielt hat, ist lang - ziemlich lang sogar. Allerdings spielte er bisher nicht die großen Hauptrollen, sondern brillierte vielmehr in zahlreichen Nebenrollen in großen Hollywoodproduktionen und besetzt feste Charaktere in US-amerikanischen Krimiserien. Simmons wurde in Detroit, Michigan geboren, wuchs aber in Ohio auf. In Ohio begeisterte er sich für die heimischen Sportmannschaften und blieb ihnen als treuer Fan - auch nachdem er als 17-jähriger mit seiner Familie nach Montana umzog - bis heute erhalten.

Als Schauspieler wollte Simmons eigentlich nie Karriere machen. Vielmehr war es sein großer Traum, Filmmusik zu komponieren, weswegen er an der Universität Montana Musikkomposition studierte. Als ihm allerdings klar wurde, dass dies nur ein Traum bleiben würde, probierte er sich 1977 im Bigfork Summer Playhouse auf der Bühne aus und trat dort in verschiedenen Theateraufführungen auf. Sechs Jahre später verschlug es ihn nach New York und er war ab 1990 zum ersten Mal am Broadway zu sehen. Mit dem Publikumsliebling und Musical-Dauerbrenner "Guys and Dolls" feierte er dort seine ersten großen Erfolge.

Auf seiner Tour in 'Peter Pan' in der Rolle des Capitän Hook lernte Simmons seine Frau Michelle Schumacher kennen, mit der er zwei Kinder hat. Nach seinen Erfolgen am Broadway startete er 1990 seine Karriere vor der Kamera und flimmert seither immer wieder über die Mattscheibe. In der Serie "Law and Order" (1990) spielte er die Rolle des zynischen Kriminalpsychologen 'Dr. Emil Skoda' und taucht als eben jener Rolle in den ebenfalls von Dick Wolff produzierten Spin-offs "Law and Order: Special Victims Unit" (1999) und "Law and Order: Criminal Intent" (2001) auf. In der US-Gefängnisserie "Oz" (1997) stand er dann im Jahr 2002 in einigen Folgen gemeinsam mit seiner Frau vor der Kamera: Er als Neo-Nazi Vern Schillinger und sie in der Nebenrolle der Sekretärin Norma Clark. In "The Closer" (2005 - 2011) spielte er in etlichen Folgen den Assistant Chief Will Pope, Vorgesetzter und Teilzeit-Affäre von Brenda Leigh Johnson alias Kyra Sedgwick.

Langsam, aber stetig machte der etablierte Serienschauspieler seit 1999 mit den beiden Kinoerfolge "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Aus Liebe zum Spiel" auf sich aufmerksam. Sam Raimi, der das Baseball-Drama produzierte, stellte ihn 2000 erneut in seinem Film "The Gift - Die dunkle Gabe" auf und besetzte ihn anschließend mit der Rolle des Zigarren-qualmenden Zeitungsverlegers J. Jonah Jameson in der Spiderman-Triologie (2002 - 2007). Für die Rolle des Verlegers bekam der sonst glatzköpfige Simmons ein Toupet verpasst, was ihn, zugegebenermaßen mitsamt des Oberlippenbartes, sehr schnittig aussehen lässt. Aber auch sonst hat J.K. Simmons bereits in etlichen Hollywood-Produktionen mitgespielt, so in Campbell Scotts Film "Off the Map" (2003) sowie in der Produktion von Ethan und Joel Coen "Ladykillers" (2004). Mit der bitterbösen Satire "Thank You for Smoking" (2005) gibt Jason Reitman sein Regie-Debüt. Simmons spielte die Rolle des BR offensichtlich so überzeugend, dass Reitman ihn auch für seine weiteren gesellschaftskritischen und absolut sehenswerten Werke "Juno" (2007) und "Up in the Air" (2009) erneut für Nebenrollen engagierte. Und auch die Coen-Brüder waren begeistert und verpassten ihm 2008 erneut eine Rolle in "Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" inmitten einer absoluten Starbesetzung nebst Clooney, Pitt, Malkovich, Swinton und Jenkins.

Simmons scheint die optimale Besetzung für Nebenrollen zu sein und hat sich in Hollywood längst etabliert und trat in vielen größeren Kinoproduktion auf und überzeugte durch seine schauspielerische Leistung - da scheint eine Hauptrolle längst überfällig! Die bekam er 2011 in dem Drama "The Music Never Stopped" als Vater, der seinem entfremdeten Sohn erst nach dessen Gehirntumor-Operation wieder näher kommt. Für seinen Auftritt in "Whiplash" (2014) als despotischer Big-Band-Leiter, den er präzise, unglaublich präsent und perfekt diabolisch in Szene setzte, erhielt J.K. Simmons 2015 zu Recht den Oscar als bester Nebendarsteller.

Weitere Filme und Serien mit J.K. Simmons: "No Panic: Gute Geiseln sind selten", "Der Scout" (ungenannt, beide 1994), "Der Club der Teufelinnen", "Extrem - Mit allen Mitteln" (ungenannt, beide 1996), "Love Walked In", "Crossing Fields", "Der Schakal", "Face Down - Die verdeckte Karte" (alle 1997), "Celebrity", "Above Freezing" (1998), "Hit and Runaway" (1999), "Es begann im September" (2000), "The Mexican" (2001), "Homeward Bound", "Path to War" (beide 2002), "Disposal" (2003), "Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis" (Serie 2003) , "Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm" (2004), "Numb3rs - Die Logik des Verbrechens" (Serie 2005), "Harsh Times - Leben am Limit" (2005), "First Snow"(2006), "Astronaut Farmer" (ungenannt, 2006), "Bury My Heart at Wounded Knee", "Postal" (ungenannt), "Machtlos" (alle 2007), "Red Sands" (2008), "The Vicious Kind", "New in Town", "", "Trauzeuge gesucht!", "(Traum)Job gesucht", "Ausgequetscht", "Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack" (alle 2009), "Crazy on the Outside", "A Beginner's Guide to Endings", "An Invisible Sign" (alle 2010), "True Grit" (ungenannt, Sprecher im Origina), "The Good Doctor", "Blackstone", "Young Adult", "The Music Never Stopped", "Der Dieb der Worte" (alle 2011), "Contraband", "The Words" (beide 2012), "Labor Day" (2013).


Zur Filmografie von J. K. Simmons
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