Auch jenseits von "Grey's Anatomy" erfolgreich: Kevin McKidd.
Fotoquelle: Helga Esteb/shutterstock.com

Kevin McKidd

Lesermeinung
Geboren
09.08.1973 in Elgin, Moray, Schottland, Großbritannien
Alter
48 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Er ist durch und durch Schotte, was seine Abneigung gegen "Röcke" erklärt - schließlich tragen Schotten Kilt! Kevin McKidd schlüpfte in der international erfolgreichen Serie "Rom" in die Römer-Tunika des Lucius Vorenus und zeigte mehr Bein, als man es von Schotten gewohnt ist. Wen wundert es da, dass er nach dem Ende der erfolgreichen Historien-Serie in einem Interview betonte, dass er schon recht froh sei, nicht mehr in einem "Rock" herumlaufen zu müssen. Den wechselte er nach "Rom" gegen einen Arztkittel des Seattle Grace Hospitals und half dabei, die eh schon komplizierten Beziehungsproblemchen der Erfolgsserie "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" noch ein bisschen mehr durcheinander zu wirbeln.

Geboren und aufgewachsen in Elgin überzeugte er seine Klassenkameraden schon recht früh davon, dass Schauspielerei durchaus ein Berufswunsch sein kann - auch wenn in Elgin eher Whiskeybrenner, Fischer, Klempner oder Weber einen Job bekommen. Als Kind war er bereits Mitglied eines Jugendtheaters und obwohl er nach einer Schulaufführung seinen Berufswunsch lautstark verkündigt hatte, zog es ihn zunächst doch zu einem Ingenieurstudium nach Edinburgh. An der dortigen Universität kam er erneut mit der Schauspielerei in Berührung und stand für das Studententheater Bedlam auf der Bühne. Als die Leidenschaft für die Darstellerkunst über die Vernunftsentscheidung zu Gunsten der Ingenieurwissenschaft gewann, brach Kevin McKidd sein Studium ab und wechselte auf die Queen Margaret Drama School.

Robert Carlyle war es schließlich, der Kevin McKidd seinen ersten professionellen Bühnenauftritt besorgte und auch für McKidds ersten internationalen Erfolg verantwortlich zeichnet. 1995 schaffte der Schotte es, nach einigen kleineren Rollen und dem Glasgower Jugenddrama "Small Faces" (1995), international in die Kinos. In Danny Boyles "Trainspotting - Neue Helden" übernahm er die Rolle des Tommy, der Heroinabhängige, der an HIV erkrankt war und einsam und allein in seiner Wohnung an Toxoplasmose stirbt. Doch während Ewan McGregor und Robert Carlyle im Anschluss eine kometenhaften Karriere starteten, musste Kevin McKidd auf weitere Angebote warten und sich seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsjobs verdienen. Ein Grund für die Tatsache, dass er sich weitaus weniger ins Gedächtnis der "Trainspotting"-Fans spielte, war seine fehlende Präsenz auf den kultigen Kinoplakaten. Obwohl er eine der Hauptrollen in dem Film übernommen hatte, ist er auf keinem Poster zu sehen. Kevin McKidd zog es seinerzeit vor in Urlaub zu fahren und schwänzte den Fototermin.

Während seine Trainspotting-Kumpel sich vor Angeboten kaum retten konnte, spielte sich Kevin McKidd nur langsam und mit vielen kleinen Rollen in das Gedächtnis des Publikums und der Regisseure. In "The Acid House" (1997) sieht man ihn einmal mehr neben Ewen Bremner, neben dem er auch schon für "Trainspotting" vor der Kamera stand. "The Acid House" entstand nach der Romanvorlage des "Trainspotting"-Autors Irvine Welsh. Ein Jahr später schlüpfte er in der Beziehungskomödie "Kreuz und Queer" in die Rolle des schwulen Leo, außerdem sah man ihn in dem britischen Selbstfindungs-Drama "Marrakesch" (1998).

Doch trotz der vielen Rollen, die er immer wieder annahm, wollte ihm der Durchbruch nicht gelingen. Erst als er in die Tunika des Lucius Vorenus schlüpfte, wurde das breite Publikum auf ihn aufmerksam. 2005 lieferte er erste Folgen der erfolgreichen Historien-Serie rund um das römische Imperium ab, im gleichen Jahr schlüpfte er in zwei weiteren Produktionen in historische Kostüme. Zum einen übernahm er einen Part in Ridley Scotts Kreuzritter-Epos "Königreich der Himmel", zum anderen sah man ihn neben Anne-Marie Duff, Sienna Guillory, Ian Hart in der britischen TV-Serie "Elizabeth I - The Virgin Queen". 2006 spielte er in Peter Webbers "Hannibal Rising - Wie alles begann" und ein Jahr später in Doug Leflers Historienabenteuer "Die letzte Legion".

Außerdem erhielt er 2007 die Titelrolle in der Mysteryserie "Journeyman - Der Zeitspringer", die jedoch nicht die erwarteten Einschaltquoten erreichte und nach nur 13 Folgen wieder eingestellt wurde. Weitaus erfolgreicher war da die liebenswerte Komödie "Verliebt in die Braut", in der Kevin McKidd seine schauspielerischen Fähigkeiten nur andeutungsweise zum Besten geben konnte. Dass er "Grey's Anatomy"-Kollege Patrick Dempsey in diesem heiteren Liebesfilmchen an die Wand spielt, liegt nicht nur daran, dass er Kilt trägt und eindeutig die schöneren Beine hat. In Chris Columbus' misslungener Fantasykomödie "Percy Jackson - Diebe im Olymp" gehörte der Schotte ganz klar zu den besseren Darstellern. Während er als Poseidon durchaus eine gute Figur abgibt, sind andere (angefangen bei Sean Bean als Zeus bis Pierce Brosnan als Zentaur) schlicht peinlich.

Weitere Filme und Serien mit Kevin McKidd: "Kavanagh QC" (TV-Serie), "Leading Man", "Father Ted" (TV-Serie, alle 1996), "Richard II", "Tales of Old Edinburgh", "Der Preis der Ehre" (alle 1997), "Understanding Jane", "Looking After Jo Jo", "Dad Savage" (alle 1998), "Marcie's Dowry", "Topsy-Turvy - Auf den Kopf gestellt" (beide 1999), "Kampf der Kobolde - Die Legende einer verbotenen Liebe", "Anna Karenina" (Mehrteiler), "North Square" (TV-Serie, alle 2000), "That Old One", "Dog Soldiers", "Max", "Nicholas Nickleby" (alle 2002), "Does God Play Football", "16 Years of Alcohol", "AfterLife", "The Key" (TV-Serie, alle 2003), "One Last Chance", "Gunpowder, Treason & Plot", "The Rocket Post", "The Purifiers", "De-lovely - Die Cole Porter Story" (alle 2004), "One Night in Emergency" (2010).

Kevin McKidd im TV

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