"Golden Twenties" blickt auf die Sorgen und Nöte einer jungen Frau nach dem Studium. Regisseurin Sophie Kluge weiß, wovon sie da spricht.

Da ist man fertig mit dem Studium, alle Türen stehen einem offen – doch ausgerechnet die, durch die man will, klemmt. Regisseurin Sophie Kluge kennt dieses Gefühl nur allzu gut. "Auf einen großen Schritt nach vorne ging es drei zurück", erzählt sie. "In dem Alter hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie alles funktioniert – nur um dann häufig eines Besseren belehrt zu werden."

Ähnlich geht es auch Ava (Henriette Confurius), der Hauptfigur aus Kluges erstem Spielfilm "Golden Twenties". Die junge Frau hat gerade ihr Studium beendet, doch schafft es einfach nicht, im Beruf Fuß zu fassen. Sie zieht wieder zu Hause ein, bekommt eine Absage nach der anderen – und landet schließlich am Theater, wo sie sich als Hospitantin mit den Egos von Regisseuren und Schauspielern herumschlagen muss.

Und dann ist da noch Nachwuchsschauspieler Jonas (Max Krause), mit dem Ava eine Affäre anfängt. Doch Jonas bleibt unverbindlich, hält sich alle Optionen offen, teilt ihre Leidenschaft nicht. Und auf einmal ist er weg. Wieder ist Ava alleine und versucht verzweifelt, für sich einen Platz zu finden in diesem unfairen Leben. Vielleicht ist da ja doch irgendwo eine Tür, die einem nicht vor der Nase zugeschlagen wird?


Quelle: teleschau – der Mediendienst