"Sie ist die einzige Frau, die ich je geliebt habe. Ich kann nicht einfach von vorne anfangen", klagt der vor dem Traualtar sitzengelassene Matt (Kevin James). Er hofft sehr, dass seine Heather (Julie Ann Emery) doch noch zurückkommt. Aber da sind auch Stimmen, die Matt raten, Heather schnell zu vergessen. Mehr noch: Er solle trotz allem das vollständige Flitterwochen-Programm in Italien absolvieren, von der romantischen Bootsfahrt bis zum malerischen Toskana-Ausflug – es ist ja schließlich alles schon bezahlt.
Matt lässt sich nach kurzem Zögern tatsächlich zu den Solo-Flitterwochen breitschlagen, sonderlich lange bleibt er allerdings nicht alleine. In einem römischen Café trifft er Gia (Nicole Grimaudo), die anbietet, ihm ein bisschen Italienisch beizubringen und die Stadt zu zeigen. Die beiden verstehen sich gut. Von Heather und den gescheiterten Hochzeitsplänen erzählt Matt seiner charmanten neuen Bekanntschaft Gia aber lieber erst einmal nichts.
Früher vor allem für Slapstick-Rollen bekannt, versucht Kevin James ("King of Queens") seit einiger Zeit zu zeigen, dass er auch auf andere, weniger alberne Weise unterhalten kann. Eine romantische Komödie wie "Solo Mio", die natürlich auch von den Emotionen lebt, passt da gut ins Bild. James' witzig-vulnerable Darbietung wurde in Kritiken zum Film ebenso gelobt wie der generell sehr unkonventionelle Umgang mit dem Heartbreak-Thema. Im amerikanischen "National Review"-Magazin war auch von einer "Rom-Com für Männer" die Rede.
Für Kevin James ist der Film in jedem Fall eine Herzensangelegenheit: Er fungierte im Hintergrund als Produzent und schrieb auch am Drehbuch von Patrick und John Kinnane mit. Inszeniert wurde "Solo Mio" von deren Brüdern Charles Francis und Dan Kinnane. Erstaunliche Randnotiz: Obwohl das Gesamtbudget für "Solo Mio" nur bei etwa vier Millionen US-Dollar lag, konnten diverse prominente Gesichter für die Produktion gewonnen werden: neben Kim Coates und Alyson Hannigan auch die Musik-Stars Ed Sheeran und Andrea Bocelli.