Bei Paula Becker (Carla Juri) und Otto Modersohn (Albrecht Abraham Schuch) ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen - nicht nur aufgrund ihres gemeinsamen Interesses an der Kunst.

Bereits nach kurzer Zeit geben sie sich das Jawort und beginnen ein Beziehungsleben, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts höchst unkonventionell ist. Insbesondere Paula lebt nach ihren ganz eigenen Vorstellungen und Werten, und schert sich nicht darum, dass die Gesellschaft ihr Verhalten missbilligt.

Von der Kunst jenseits der Normen

Regisseur Christian Schwochow, der auch an der Produktion der erfolgreichen Fernsehzweiteiler "Der Turm" (2012) sowie "Die Pfeiler der Macht" (2016) beteiligt war, beweist erneut, dass er ein Händchen für historische Filme hat. Er inszeniert in einem authentischen Setting mit großartigen zeitgenössischen Kostümen die Emanzipationsgeschichte der selbstbewussten Paula Mendersohn-Becker, die später einmal als Begründerin der künstlerischen Moderne in die Geschichte eingehen sollte.

Damit beschreibt er nicht nur biografisch das Leben einer außergewöhnlichen Frau, sondern bietet den Zuschauern zugleich eine dramatische und bewegende Romanze, die an keiner Stelle mit Kitsch überfrachtet wird, sondern angenehm realistisch bleibt.

Für die gelungene Umsetzung des Stoffes sorgt zudem das gut harmonierende Ensemble: Unter anderem stand Carla Juri vor der Kamera, die aus "Feuchtgebiete" bekannt ist. Fans von Filmen wie "Stolz und Vorurteil" sollten sich "Paula - Mein Leben soll ein Fest sein" keinesfalls entgehen lassen, denn sie werden auf ihre Kosten kommen.

Sehen sie hier den Trailer zu "Paula - Mein Leben soll ein Fest sein":