SOKO 5113: Im Namen Gottes

KINOSTART: 01.01.1970 • Film • Deutschland (1999)
Lesermeinung
Produktionsdatum
1999
Produktionsland
Deutschland
Warum 1999 die SOKO 5113 in einem 90-Minuten-Special ins Kloster geschickt wurde, lässt sich nur mit einer Gegenfrage beantworten: Warum eigentlich nicht? Warum sollte man nicht mit dem Faszinosum Kloster spielen? Warum sollte man nicht aus architektonischen Gegebenheiten und räumlichen Abgründen eine zusätzliche Spannung erzielen? Warum sollte man nicht aus einem guten Drehbuch mit großartigen Schauspielern und einer besonderen Inszenierung einen Film machen, der den Zuschauern eine Krimi-Unterhaltung der anderen Art beschert? Wir haben bewusst darauf verzichtet "unsere" Mönche einem bestimmten Orden zuzuordnen. Das war nicht notwendig. Im Laufe der Recherchen sind wir auf viele Geschichten, menschliche Schicksale und Abgründe gestoßen - jene Zutaten, aus denen jeder Krimi entsteht. Wahrscheinlich könnte jeder Mensch in einer bestimmten Situation zum Kriminellen und vielleicht auch zum Mörder werden. Aber ein Mensch, der sein Leben Gott widmet und sich für ein Leben im Kloster entschieden hat? Warum eigentlich nicht? Über dem Kloster Johannisbronn liegt ein düsteres Geheimnis: Der junge Mönch Benedikt Auerbach hat das Kloster verlassen, um seine Mutter Margot (Monika Schwarz) am Todestag des Vaters beizustehen - und ist dort nie angekommen. Eigentlich kein Fall für die SOKO 5113. Aber Anna Schickl, die mit Margot Auerbach eng befreundet ist, gibt keine Ruhe, und so versucht die SOKO, Benedikts Weg zu rekonstruieren. Als immer mehr dafür spricht, dass Benedikt Johannisbronn nie verlassen hat, bekommt auch Hauptkommissar Schickl ein ungutes Gefühl - zu wenig, um die Ermittlungen offiziell aufzunehmen, aber zu viel, um nichts zu tun. Maja Cramer hat eine gewagte Idee: Im Kloster werden Wochenendseminare zur Unterstützung eines Patenkindprojektes abgehalten - warum sich also nicht in diesem Rahmen, quasi undercover, dort ein bisschen umsehen? Keine zwei Stunden später befinden sich Horst Schickl und Theo Renner unter den Seminarteilnehmern im Kloster. Maja darf daran nicht teilnehmen, im Seminar sind nur Männer zugelassen. Und Manne Brand soll in München mehr über Benedikts Vergangenheit recherchieren. Bereits beim ersten gemeinsamen Abendessen erkennt Horst Schickl, dass der Aufenthalt im Kloster nicht vergeblich sein wird - denn alle Mönche scheinen hier etwas zu verbergen: der Guardian Bruder Karolus (Lambert Hamel) macht sich eindeutig zu wenig Sorgen um die Abwesenheit Benedikts, der Bibliothekar Bruder Jakob (Harry Blank) scheint vor irgend etwas große Angst zu haben, der Cellerar Bruder Emanuel (Peter Fitz) ist zu sehr bemüht, die Seminarteilnehmer von dem Klosterleben fernzuhalten, und die Gedanken des Kantors und Seminarleiters Bruder Michael (Miquel Herz-Kestranek) drehen sich einmal zu oft um die Themen Sünde und Vergebung. Die Überraschung ist groß, als plötzlich Maja Cramer auftaucht - als Küchenhilfe von Bruder Franz (August Schmölzer) angestellt. Allen Schwierigkeiten im Rahmen dieses ungewöhnlichen Einsatzes zum Trotz muss die SOKO erkennen, dass im Kloster ein gut funktionierendes System aus eisernen Regeln besteht: Schwierigkeiten werden intern gelöst. Doch überall lauert eine nicht greifbare Gefahr. Als schließlich auch noch Manne Brand im Kloster auftaucht, um seinen Kollegen mitzuteilen, dass Benedikt Angst gehabt hat und deshalb das Kloster für immer verlassen wollte, überschlagen sich die Ereignisse.
Darsteller
Adelt jede Serie, jedes TV-Spiel: Charakterkopf Lambert Hamel
Lambert Hamel
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