Nachdem Georg Trakl zwecks Pharmaziestudium nach Wien gegangen ist, folgt ihm bald seine impulsive Schwester Grete, weil sie als eine der ersten Frauen an der Musikakademie studieren will. Doch der Grund ist eigentlich vorgeschoben. Denn Grete will vor allem eines: ihren Bruder. So wird sie nicht nur seine Geliebte; das inzestuöse Verhältnis animiert Trakl zu seinen Gedichten, die ihn bald weltberühmt machen werden ...

Und wieder ein Film, bei dem weniger mehr gewesen wäre. Die wilden Spekulationen über das Bruder-Schwester-Verhältnis dienen dem TV-Routinier Christoph Stark ("Bloch - Schattenkind", "Verlassen") lediglich dazu, möglichst viele radikale Sexszenen aneinanderzureihen, ohne auch nur die schwermütige Poesie des Salzburger Dichters Georg Trakl (1887-1914) ansatzweise einzufangen. Das ermüdet leider sehr schnell. Schade!

Foto: Camino