Claudia will zusammen mit ihrem neuen Partner nach Berlin ziehen. Tochter Julia ist davon überhaupt nicht begeistert und haut mit dem Auto der Mutter ab. Als der Wagen in Genua an der italienischen Küste gefunden wird, machen sich Claudia und Ex-Mann Dieter auf, um gemeinsam nach ihrer Tochter zu suchen ...

Regisseur Christoph Stark setzte sich schon in den Psychodramen "Bloch - Tausendschönchen" und "Bloch - Die Wut" sehr differenziert mit den Ängsten und Nöten eines jungen Mädchens auseinander. Er gilt zudem als Spezialist für dramatische Familiengeschichten, wie seine Regiearbeiten "Die Rückkehr" und "Der Vater meiner Schwester" zeigen. Mit "Verlassen" inszenierte Stark nach eigenem Drehbuch ein Familiendrama, in dem das Verschwinden der Tochter eine Reise in die gemeinsame Vergangenheit auslöst. Dadurch brechen alte Wunden wieder auf. Das Ganze ist nicht immer glaubwürdig, dafür aber sehr gut gespielt. Achten Sie auf Janina Stopper in der Rolle der Julia. Sie spielte bereits in Filmen wie "Der Liebe entgegen", "Emilia" und "Auf ewig und einen Tag", bevor sie in dem oben bereits erwähnten "Bloch: Die Wut" die Rolle der verwahrlost wirkenden Taschendiebin Sonja übernahm.

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