Erst allmählich begreift Jürg (Martin Rapold),
dass sein Vater (Peter Freiburghaus) an Alzheimer
erkrankt ist

Nebelgrind

KINOSTART: 14.04.2012 • Familiendrama • Schweiz (2012) • 89 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Nebelgrind
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Schweiz
Laufzeit
89 Minuten

Bauer Jürg kann es nicht glauben: Seiner Frau Fränzi platzt der Kragen, und sie überlässt ihm für zwei Wochen den Hof, die Kinder und vor allem seinen "vergesslichen" Vater Karli. Bald wird Jürg bewusst, dass Fränzi recht hatte und sein betagter Vater nicht einfach älter wird, sondern tatsächlich an Alzheimer erkrankt ist. Karli kann sich nicht mehr allein anziehen, also bleibt er einfach im Pyjama. Er vergisst, dass er seiner Enkelin Toni erst gerade einen Batzen an ihr Töffli gegeben hat, und mit Enkel Jonas unternimmt er lange, nicht ungefährliche Ausflüge. Jürg steht vor der Herausforderung seines Lebens. Denn eines will er ganz sicher nicht: dass sein Vater in ein Heim muss …

Ein einfühlsam in Szene gesetztes wie berührendes Familiendrama der Schweizer Regisseurin Barbara Kulcsar, die vor beeindruckender Naturkulisse zeigt, wie das Krankheitsbild "Alzheimer" das Leben einer ganzen Familie durcheinander bringt und gleichzeitig den schleichenden Verlust eines geliebten Menschen bedeutet. Damit reiht sich "Nebelgrind" in die Reihe thematisch ähnlich gelagerter Filme, die seit Ende der Neunzigerjahre weltweit entstanden, man denke nur an Peter Simonischek in "Reise in die Dunkelheit" (1997), Judi Dench in "Iris" (2001), Götz George in "Mein Vater" (2002) oder Julie Christie in "An ihrer Seite" (2006).

Foto: ZDF/SRF/Nikkol Rot

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