Der fast 30-jährige Kasache Temür wollte eigentlich sein Lebensglück als Fischer auf dem Aralsee bestreiten. Doch diese Hoffnung muss er fahren lassen. So kehrt er geläutert in sein Bergdorf zurück. Dort angekommen muss er feststellen, dass sich auch das dortige Leben rapide gewandelt hat: Die meisten jüngeren Bewohner haben das Dorf verlassen, Männer in seinem Alter sind ebenfalls Mangelware. Dann lernt er die 18-jährige Amira kennen. Die hockt zu Hause und hofft auf die Wiederkehr ihres Mannes, der sich als Mudschaheddin-Kämpfer hat anwerben lassen. Temür und Amira führen bald eine heimliche Liebe und ihnen bleibt nur die Flucht ...

Spielfilmdebütantin Marie Jaoul de Poncheville versuchte sich an dem Roman "Dshamilja" des bekannten kirgisischen Autors Tschingis Aitmatow. Sie fand für die Geschichte meist die passenden Bilder, ergeht sich aber leider auch in vielen langweiligen Einstellungen, die die Geschichte eher hemmen als voranbringen. Dennoch: eine ungewöhnliche Geschichte aus weitestgehend unbekannten Welten.

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