Seit Steven Spielbergs "Der weiße Hai" aus dem Jahr 1975 haben sich zahlreiche Filmemacher an dem Plot um die Haiattacke versucht. Von "Sharknado" über "Deep Blue Sea" bis hin zu deutschen Produktionen wie "Hai-Alarm auf Mallorca" ist die Bandbreite riesig.

Die meisten dieser Streifen reichen Spielbergs Meisterwerk kaum das Wasser und weisen häufig Trash-Charakter auf. Auch "The Shallows – Gefahr aus der Tiefe" wartet mit einer ähnlich simplen Story auf wie seine Vorgänger.

In den Fängen des Hais

Die Surferin Nancy (Blake Lively) reist an einen abgelegenen Strom in Mexiko, an dem früher bereits ihre verstorbene Mutter die Wellen ritt.

Dann wird die Medizinstudentin allerdings von einem weißen Hai attackiert und schwer am Oberschenkel verletzt. Mit letzter Kraft rettet sie sich auf einen winzigen Felsen, doch damit ist die Gefahr noch nicht gebannt: Das wilde Tier umkreist Nancy unablässig, sodass eine Rettung auf das Festland nahezu unmöglich scheint.

B-Movie mit Vorzeigecharakter

Obwohl der Film von Regisseur Jaume Collet-Serra ("Non-Stop") sich inhaltlich kaum von anderen Vertretern des Genres unterscheidet, ist er alles andere als trashig. Besonders die starke Darbietung von Hauptdarstellerin Blake Lively trägt zum positiven Gesamteindruck bei.

Die Schauspielerin, die mit "Gossip Girl" als top gestylter Millionärszögling bekannt wurde, zeigt in ihrer One-Woman-Show, dass sie nicht aus Zucker ist. Sicherlich ist Collet-Serras Werk nicht "Oscar"-reif, aber es ist mit der ernsthaften Umsetzung der Thematik ein gelungenes B-Movie.