Der stets scherzende Rentner Winfried (Peter Simonischek) und seine Tochter Ines (Sandra Hüller) könnten unterschiedlicher kaum sein. Er ist Musiklehrer und lebt sonst zurückgezogen mit seinem Hund. Sie ist eine Karrierefrau und ständig auf der ganzen Welt unterwegs - sodass sich die beiden nicht oft sehen.

Als Winfrieds geliebter Vierbeiner stirbt, entschließt er sich kurzerhand, seiner Tochter zu einer Konferenz nach Bukarest nachzureisen. Dort verwandelt er sich in sein schräges Alter Ego Toni Erdmann und gibt sich als Personaltrainer aus.

Seine schrägen Witze und peinlichen Späße bringen Ines zunächst an den Rand der Verzweiflung. Doch sie zeigen bald auch positive Auswirkungen auf das Vater-Tochter-Verhältnis.

Schon vor Kinostart ein Hit

Weder Drama, Tragikomödie noch Komödie wollen ganz als Genre für Regisseurin Maren Ades ("Der Wald vor lauter Bäumen", 2003, "Alle Anderen", 2008) dritten Langfilm passen. Dennoch - oder gerade deswegen - ist der Film, der auf eine leichte und gleichzeitig tiefsinnige Weise einen Vater-Tochter-Konflikt thematisiert, bereits vor seinem Kinostart ein gefragter Beitrag bei diversen Festspielen.

Seine Premiere feierte er auf dem 69. Filmfestival von Cannes, wo er laut Presse als Favorit für die "Goldene Palme" galt, aber bei der Preisverleihung nicht berücksichtigt wurde.

Zum ersten Mal in Deutschland zu sehen war "Toni Erdmann" im Juni 2016 auf dem Filmfest in München. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die Verleihrechte in 55 Länder verkauft - darunter auch Nordamerika.