Da ihr Mann Bater beide Beine verlor, muss die schöne Tuya (Yu Nan, Foto) in den Weiten der mongolischen Steppen ganz allein für ihn und ihre zwei Kinder sorgen. Doch der harte Alltag macht sie krank. Hilfe verspricht sie sich nub von Fremden. So lässt sie sich zum Schein scheiden und kann sich vor Anwärtern bald kaum noch retten. Doch sind die auch bereit, den Rest ihrer Familie zu versorgen?

Mit grandiosen Landschaftsbildern zeichnet der Film das harte Hirtenleben in den Steppen des Nordwestens der Inneren Mongolei nach und erzählt gleichzeitig eine herzerweichende Geschichte um Liebe, Überleben und Verantwortung. Wie in ähnlichen Werken (etwa Nikita Michalkows "Urga") arbeitete Regisseur Wang Quan'an hier mit Laiendarstellern, die ihre Aufgabe grandios meistern – vielleicht weil sie sich und ihre Lebensweise jenseits der schnelllebigen Gesellschaft mehr oder weniger selbst darstellen. Zumindest überzeugte das Werk auch die Jury des Internationalen Filmfestivals Berlin 2007, denn die verlieh ihm den Goldenen Bären. Für die brillanten Bilder zeichnete übrigens der Stuttgarter Kameramann Lutz Reitemeier "Die Spielwütigen", "Denk ich an Deutschland in der Nacht" verantwortlich.

Foto: Arsenal