Der 25-jährige Dimitri verkauft mit zwei Kollegen schlüsselfertige Häuser an Kleinfamilien mit Bausparverträgen in der Region um Lüttich. Doch die Beschaulichkeit dieser ihm pervers erscheinenden Welt, durch die sein Leben träge dahinfliest, droht ihn um Sinn und Verstand zu bringen. Die Gerüchte, gegen die er sich nicht besonders wehrt, betreffen ausnahmslos seine geheimnisvolle Vergangenheit. Auch zwei junge Frauen aus der Nachbarschaft sind zunächst fasziniert von ihm...

Der in Belgien geborene Maler und Schauspieler Bouli Lanners ("Toto der Held", "Fürs Vaterland erschossen", "Rekordjäger", "25 Grad im Winter", "Mathilde - Eine große Liebe") zeigt in seinem melancholischem Kino-Regiedebüt - immer begleitet von minimalistischen elektronischen Beats - die Tristesse dieser Welt, irgendwo in Belgien, zwischen farblosen Reihenhaussiedlungen, die kein Leben zu enthalten scheinen, zwischen grauen Wohnsilos und brüchigen Industrieanlagen. Ohen richtige äußere Handlung zeigt er episodenhaft die Zerrissenheit seiner traumatisierten Protagonisten in einer Welt des Scheins, Seins und Wollens. Lanners bezog sich dabei auf Erlebnisse mit Menschen aus seiner Umgebung, auf kleine Geschichten, die er hier und da aufschnappte. Nicht die Story ist hier das wirklich Wichtige, sondern die Art und Weise, wie Lunners diese vermittelt: wie ein Gemälde! Das Drama wurde auf der Berlinale 2005 vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert und von der Vereinigung der europäischen Arthaus-Kinobetreiber mit dem C.I.C.A.E.-Avard ausgezeichnet.

Foto: Peripher