Aziza hatte eigentlich andere Pläne. Sie wollte in Portugal bei ihrem Vater ein Praktikum machen. Doch dann kommt alles ganz anders. Sie bricht ab und kehrt nach Hause nach Berlin-Kreuzberg zurück. Dort erlebt sie eine Überraschung. Denn ihre Mutter hat ihr Zimmer neu vermietet und der neue Mitbewohner, Zach, ein Mittzwanziger aus Neuseeland, hat keine Ahnung wie lange er in der Bundeshauptstadt bleiben wird. Und noch etwas ist für Aziza überraschend: Die eigene Stadt kommt ihr nach ihrer überstürzten Rückkehr plötzlich ganz seltsam vor und auf einmal hat sie permanent Probleme ...

Das Coming-of-Age-Drama von Regisseur Stephan Geene fährt zweigleisig. Auf der einen Seite wird die Geschichte der jungen Aziza erzählt, die nach einem Auslandsaufenthalt einen neuen Blick auf ihr Zuhause wirft, auf der anderen Seite thematisiert der Film die Entwicklung des Berliner Szeneviertels Kreuzberg. Das alles schildert Geene mit wunderbar-stimmungsvollen Momentaufnahmen und sehr atmosphärischen Bildern. So entstand - nebenbei - ein toller Berlin-Film. Hauptdarstellerin Céci Chuh ist übrigens ausgebildete Schauspielerin. Viele ihrer Freundinnen im Film stammen aus ihrem eigenen Freundeskreis und aus dem Stadtviertel. Was dem Film auf der einen Seite ein gewisses Maß an Authentizität verleiht, wirkt auf der anderen Seite manchmal dann doch zu laienhaft.

Foto: B_Booksz AV