Rom nach dem Zweiten Weltkrieg: Für zwei Jugendliche gehören Schwarzmarktgeschäfte, Diebstähle, Liebesintrigen und Verhaftungen zum Alltag. Doch die beiden wollen sich unbedingt behaupten ...

Ein starkes Neorealismus-Werk von Regisseur Renato Castellani, gleichzeitig der erste Teil seiner neorealistischer Trilogie um das Thema "junge Liebe", für die später der Begriff des "neorealismo rosa", also einer abgeschwächten Version des Neorealismus, geprägt wurde. Tatsächlich präsentiert der "rosa Neorealismus" wichtige Probleme auf eine Weise, die sie nicht weniger wichtig und weniger schwer zu lösen erscheinen lässt. Dennoch gelingt es Castellani, die Probleme der armen Leute und der verwahrlosten Jugend auf humorvolle Weise zu zeigen, ohne dabei den sozialkritischen Ansatz abzuschwächen. Um dies zu erreichen, arbeitet er fast nur mit Laiendarstellern, die er zur Entfaltung erstaunlicher schauspielerischer Fähigkeiten führt. So gelingt Castellani eine stimmige Milieuschilderung von Rom, einer Stadt, die noch unmittelbar unter dem Einfluss der gesellschaftlichen Veränderungen steht. 1949 folgte mit "Es ist Frühling" der zweite Teil und 1952 mit "Für zwei Sechser Hoffnung" der letzte Teil der Trilogie.

Foto: ARD/Degeto