Der international erfolgreiche Filmstar Sylvia Moran ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt. Doch niemand ahnt, dass sich hinter der glitzernden Fassade der strahlenden Diva ein sensibler Mensch verbirgt. Abgeschirmt von ihrer ehrgeizigen Assistentin Clarissa darf Sylvia niemand zu nahe kommen. Und dennoch gelingt es jemandem, der offenbar die Wahrheit hinter der glanzvollen Fassade kennt, heimliche Tonaufnahmen zu fertigen und Sylvia damit zu erpressen. Auch das private Glück der Schauspielerin gerät plötzlich ins Wanken: Als ihre geliebte Tochter Nele an einer gefährlichen Hirnhautentzündung erkrankt und gelähmt zu bleiben droht, ist es vor allem Sylvias Lebensgefährte Philipp, der sich aufopfernd um das Mädchen kümmert. Sylvia hingegen kann sich mit Neles Krankheit kaum auseinandersetzen. Nicht allein die Presse bedrängt sie wegen ihrer neuen Filmrolle "Medea", auch Filmproduzent Gerber setzt die Schauspielerin zunehmend unter Druck. Sylvia darf auf keinen Fall die bevorstehenden Dreharbeiten gefährden ...

Nach dem 1975 erschienenen, gleichnamigen Bestseller von Johannes Mario Simmel inszenierte Iris Berbens Hausregisseur Carlo Rola dieses ganz auf seine Hauptdarstellerin angelegte Melodram. Berben überzeugt in der Rolle der nicht mehr ganz jungen, aber gefeierten Filmdiva, deren nach außen hin perfekte Fassade allmählich zu bröckeln beginnt. Allerdings hat Drehbuchautor Knut Boeser, der Mitte der Neunzigerjahre zwei "Rosa Roth"-Krimis für die Berben schrieb, ein wenig zu viel des Guten in die Story gepackt. Allein das gespaltete Mutter-Tochter-Verhältnis hätte bereits Stoff für einen Film gegeben, von der Ausarbeitung des Starkultes mit allen seinen Nachteilen einmal ganz abgesehen. So aber wird auch die Problematik behinderter Kinder thematisiert, eine Erpressung soll für Spannung sorgen und schließlich folgt auch noch eine Generalabrechnung mit der ach so bösen Film- und Mediengesellschaft. "Niemand ist eine Insel" ist nach "Gott schützt die Liebenden", "Und Jimmy ging zum Regenbogen" und "Liebe ist nur ein Wort" bereits die vierte Simmel-Verfilmung Rolas.

Foto: ZDF/Stephanie Kulbach