Als Mike Beresford, ein erfolgreicher Songwriter, die junge Anhalterin Ginny mitnimmt, ahnt er noch nicht, dass er damit den Grundstein für die völlige Vernichtung seiner Existenz gelegt hat. Mike beginnt eine Affäre mit dem Mädchen, ohne zu wissen, dass sie erst zarte 14 Lenze zählt, da sie optisch viel reifer wirkt. Als Virginias Eltern von der Liaison erfahren, erstatten sie Anzeige gegen den vermeintlichen Kinderschänder. Die junge Ginny, von den Ereignissen völlig überfordert, wählt den für sie bequemsten Weg und gibt vor, verführt und missbraucht worden zu sein.

Künstler verführt Minderjährige - eine Schlagzeile, die immer wieder für Rauschen im Blätterwald sorrt. Man denke nur an den Skandal um Roman Polanski, der 1978 in den USA Sex mit einer Mitjährigen hatte, aufs den Staaten flüchtete und seitdem nieder wieder zurückkehren konnte oder die Kinderporno-Affäre um den US-Sänger R. Kelly, die seit 2002 für Wirbel sorgt. Regisseur Pete Walker, eigentlich ein Spezialist für Horror- und Sexfilme, hat mit "Verurteilt wegen Liebe" ein vielschichtiges und bedrückendes Spätwerk geschaffen, das auch seinen schärfsten Kritikern Respekt abnötigte.