In einem etwas abgelegenen Schwarzwald-Dorf trifft 1935 der jüdische Viehhändler Levi ein. Er kommt schon seit Jahren in dieses Dorf, denn er hat es auch auf die hübsche Lisbeth abgesehen. Doch in diesem Jahr ist das Dorf wie verwandelt. Mit der Reichsbahn kamen nämlich auch Nazis ins Idyll und die zeigen der Bevölkerung jetzt, welch rassistischer Wind zu wehen hat...

Danquart gelang eine bemerkenswerte, mitunter leider auch etwas langatmige Studie über das Erstarken von Fremdenhass und fanatischer Ausgrenzung. Auch wenn der Film in der Vergangenheit spielt, hat man dank intensiver Darstellungen das beklemmende Gefühl, momentan in einer ähnlichen Zeit zu leben. Danquart verfilmte hier das gleichnamige Theaterstück des 1961 im Schwarzwald geborenen Schriftstellers Thomas Strittmatter. Er studierte in Karlsruhe Kunst, arbeitete als Bildhauer und Maler, lebte als Theater-, Drehbuch- und Romanautor in München und starb im Alter von nur 34 Jahren in Berlin.