Im Trappisten-Kloster in den algerischen Bergen leben neun Mönche in friedlicher Koexistenz mit der benachbarten Bevölkerung. Das asketische Leben der Franzosen ist nur ihrem Glauben, der Gartenpflege und der Hilfe für Notleidende verpflichtet. Dann werden in der Nähe des Klosters kroatische Gastarbeiter von islamistischen Rebellen getötet und der Konflikt zwischen algerischen Regierungstruppen und Rebellen verschärft sich zusehends. Als die Rebellen auch vor den Toren des Klosters nicht halt machen, müssen sich die Mönche entscheiden: Verlassen sie den zu ihrer Heimat gewordenen Grund und Boden oder bleiben sie im Angesicht eines drohenden Todes?

Mit starken Darstellern versuchte Regisseur Xavier Beauvois, den Ereignissen auf den Grund zu gehen, die 1996 tatsächlich zum brutalen Tod der Mönche im algerischen Tibhirine führte. In ruhigen Bildern spiegelt Beauvois hier den Lebensrhythmus der gläubigen Mönche wider, zeigt deren asketisches Leben und die Kraft ihres Glaubens und des Gebots der Nächstenliebe. Ein eindringliches Werk, das auf den Filmfestspielen von Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.

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