Alice und Martin, schon in der Provinz enge Freunde, treten ihr letztes Schuljahr gemeinsam an einem Pariser Gymnasium an. Als Angehörige einer eher passiven, verschlossenen Generation leben sie sich nur schwer ein. Doch alles ändert sich mit den Demonstrationen...September 1986. Alice und Martin, 17 Jahre alt und von klein auf Freunde, sind aus der Provinz nach Paris umgezogen, um ihr letztes Schuljahr am Gymnasium Montesquieu zu absolvieren und das "Bac", das Abitur, zu machen. Sie sind Nachkommen der 68er-Rebellen mit einer behüteten Kindheit und sehen der Zukunft eher ängstlich entgegen. Alice lebt bei ihrem geschiedenen Vater und Martin bei seinen Eltern, über das Telefon sind sie ständig in Kontakt. Aber seit ihrer Ankunft in Paris leben sich die zwei Freunde Alice und Martin auseinander. Die sehr reservierte Alice hat große Probleme, sich dem Leben und der Schule in Paris anzupassen. Dennoch beginnt sie an der Schule sich mit ihren Klassenkameraden Caroline und Régis anzufreunden. Sehr schnell bildet sich eine Clique, die Schüler fahren zusammen auf die Insel Belle-Ile in der Bretagne und unternehmen viel miteinander. Mit den ersten Demonstrationen gegen das konservative Gesetz "Devaquet" und dem tragischen Tod des algerischen Schülers Malik Oussékine findet die Clique ein gemeinsames Interesse. Die Nullbock Generation, die nie ein Engagement für irgend etwas zeigte, wacht auf und meldet sich zu Wort. Nach den Demonstrationen, den politischen Debatten und Protestaktionen haben sich die Beziehungen unter den Schülern völlig verändert. Sie haben Schwierigkeiten, das "normale" Leben wiederaufzunehmen und die Clique beginnt sich aufzulösen. Doch manche Schüler, die empfindlicher sind, wie Caroline, schaffen es nicht, mit dieser Ernüchterung fertig zu werden...

Regisseur und Drehbuchautor Manuel Poirier drehte die komische TV-Serie "Sales Histoires" (1990). Ausserdem führte er Regie bei den Filmen "Antonios Freundin" (1992) der für das Berliner Filmfest ausgewählt wurde, "Lila und Benoît", ein ruhig-intensiver Film über Einsamkeit und Glücksmomente des heutigen Lebens auf dem Land. Für "Western" (1997), der auch den Weg in die deutschen Kinos fand, bekam er 1997 auf dem Filmfestival in Cannes den Preis der Jury verliehen und wurde 1998 in der Kategorie bester Regisseur, bester Französischer Film und das beste Drehbuch für jeweils einen César nominiert.