Aidan Bloom (Zach Braff) muss sich eingestehen, dass er vom amerikanischen Traum bestenfalls träumen kann: Als weißer Schauspieler in Los Angeles bewirbt er sich mittlerweile sogar um Rollen für afroamerikanische Figuren.

Daher muss seine Frau Sarah (Kate Hudson) das Geld verdienen, die neben ihrem Full‐Time‐Job auch noch den Haushalt sowie das Familienleben meistert. Sein Bruder (Josh Gad) ist auch keine große Hilfe – er ist zwar ein Genie, hat sich aber in seinen Wohnwagen verkrochen und surft als Kobold durchs Netz. Und als Aidans Vater (Mandy Patinkin) ihm zu all seinem "Glück" auch noch unterbreitet, dass er nicht länger für die Privatschule seiner beiden Enkel aufkommen kann, sieht Aidan nur einen Ausweg: er beschließt spontan, die Kinder selbst zu unterrichten. Das Ergebnis ist ein familiäres Chaos.

Als Aidan aber aufgrund eigener Wissenslücken nicht ganz freiwillig damit beginnt, immer weiter vom Lehrplan abzuweichen, beginnt selbst er noch etwas zu lernen ‐ über das Leben und seinen Platz in der Welt...

Gast-Stars ohne Mehrwert

Vor zehn Jahren inszenierte Zach Braff mit "Garden State" einen Film, den niemand so wirklich auf der Rechnung hatte. Jetzt ist der Star aus der Serie "Scrubs – Die Anfänger" mit seiner zweiten Regiearbeit  zurückgekehrt und übernimmt erneut die Hauptrolle. Das Ergebnis ist okay, hat aber auch einige Schwächen.

Bei all den wirklich starken Momenten, die traurig und aufbauend zu gleich sind, hat sich Braff in zu vielen Nebenhandlungen verzettelt. Es wirkt häufig so, als habe er Gaststars wie "Scrubs"-Kollege Donald Faison oder "The Big Bang Theory"-Star Jim Parsons unbedingt irgendwie mit in seinen Film integrieren wollen. Dabei scheint er aber vergessen zu haben, dass die Figuren auch irgendwie zum Rest des Films passen sollten.

Was bleibt ist ein Film, der sowohl warmherzige wie schräge Momente hat aber leider auch zu viele Themen nur oberflächlich anreißt. Hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.