Hanno Koffler

Hanno Koffler als traumatisierter
Afghanistan-Heimkehrer in "Nacht vor Augen" Vergrößern
Hanno Koffler als traumatisierter Afghanistan-Heimkehrer in "Nacht vor Augen"
Hanno Koffler
Geboren: 25.03.1980 in Berlin, Deutschland

Mit seiner körperlichen Präsenz, hinter der er immer wieder Sensitivität durchscheinen lässt, zählt Hanno Koffler zu den interessantesten jungen Nachwuchsschauspielern Deutschlands. Sein Kinodebüt gab Koffler bereits 2003 in Stefan Ruzowitzkys Horrorthriller "Anatomie 2". Ebenfalls 2003 sah man ihn in Marco Kreuzpaintner Drama "Ganz und gar", in dem er neben David Rott in einer der männlichen Hauptrollen zu sehen war. Eine TV-Komödie war dagegen Walter Bannerts "Die Dickköpfe", die Koffler an der Seite von Ottfried Fischer und Harald Krassnitzer zeigte.

Hanno Koffler kann aber bereits auf eine weitaus längere Darsteller-Erfahrung zurückschauen, denn bereits in jungen Jahren spielte er kleine und große Rollen an verschiedenen Theaterbühnen, unter anderem am Renaissancetheater Berlin, am alten Schillertheater, am Theater der Altmark und in verschiedenen Szenenstudien der Ernst Busch Hochschule für Schauspielkunst Berlin. Pia Marais etwa holte ihn 2001 für den Kurzfilm "Seventeen" vor die Kamera. Danach erfolgte die erste Zusammenarbeit von Hanno Koffler und Marco Kreuzpaintner. Für das Filmprojekt des mittlerweile eingestellten "Jetzt-Magazins" der "Süddeutschen Zeitung" drehten sie den Kurzfilm "Rec – Kassettenmädchen/Kassettenjungs".

Beeindruckend war Hanno Kofflers Auftritt als Ben in Susanne Irina Zacharias' Drama "Hallesche Kometen" (2003), das allerdings erst 2006 ini die Kinos kam. Hier spielte er den Sohn eines lethargischen Mannes, der in einer ostdeutschen Plattensiedlung vor sich hinvegetiert. Als er ins kriminelle Milieu abzurutschen droht, holt ihn ein junges Mädchen ins wahre Leben zurück... Erneut mit Regisseur Kreuzpaintner arbeitete er danach in dem Drama "Sommersturm" (2004) zusammen, in dem er den charmanten Malte gab, der mit großem Selbstbewusstsein das Rudern und die Männer liebt. Während seiner Studienzeit am am Max Reinhardt Seminar in Wien kehrte Koffler auch auf die Theaterbühne zurück, so besetzte ihn etwa Klaus Maria Brandauer in seinen Bühneninszenierungen von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" und "Hamlet".

Darüber hinaus war Koffler natürlich auch im Fernsehen präsent: So spielte er etwa in Lars Beckers Krimi "Einsatz in Hamburg: Bei Liebe Mord" (2004) an der Seite von Aglaia Szyszkowitz, Dirk Kummer besetzte ihn ebenfalls 2004 in seiner Tragikomödie "Charlotte und ihre Männer" (mit Marianne Säegebrecht, und in der "Tatort"-Episode "Tatort - Dunkle Wege" waren Maria Furtwängler und Hannes Jaenicke seine Setpartner. Nach der Hauptrolle in dem Drama "Rabenbrüder" (2006) und einer kleinen Nebenrolle in dem Krimi "Solo für Schwarz - Der Tod kommt zurück" (2006) folgte mit "Der rote Baron" 2007 ein weiterer Kinofilm, der die hoch gesteckten Erwartungen von Publikum und Kritik aber nicht erfüllen konnte. Und 2008 entstanden das Drama "Nacht vor Augen" sowie die Otfried-Preußler-Verfilmung "Krabat", für die er erneut mit Regisseur Kreuzpaintner zusammenarbeitete.

Weit zurück liegen auch die Anfänge von Kofflers Musikerlaufbahn. Schon 1994 gründete er mit seinem Bruder Max Koffler die eigene Band Kerosin, mit der er 2002 beim namhaften Emergenza-Musikfestival (Europas größter Bandwettbewerb) in Berlin den ersten Preis gewann, und europaweit sogar als zweitbeste Band gekürt wurde. Für den oben bereits erwähnten Kinofilm "Ganz und gar" steuerte Kerosin etwa einzelne Stücke zum Soundtrack bei.

Weitere Filme mit Hanno Kofler: "Unter Strom" (2008), "Jenseits der Mauer", "Tatort - Im Sog des Bösen" (beide 2009), "Keiner geht verloren" (2010), "Auslandseinsatz" (2012), "Freier Fall" (2013).


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