Daniel und Anna Trieb sind zwar frisch geschieden, doch sie streiten immer noch permanent. Das kann der verurteilte Kleinganove Frankie jedoch nicht ahnen, als er die beiden in einem Gerichtsgebäude auf der Flucht vor der Polizei als Geiseln nimmt und mit ihnen in ihrem Jaguar das Weite sucht. Nur gut, dass Frankie dabei auch noch der Wirtschaftsminister in die Hände fällt, den er für seine Verurteilung verantwortlich macht. Mit seinen Geiseln verschanzt sich Frankie in dem einsamen, in einem Waldstück gelegenen Haus der Triebs, wo eigentlich Annas Liebhaber auf seine Muse wartet ...

Der ungarische Regisseur Zoltan Paul, der sich schon mit seinem Regiedebüt "Gone" nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, drehte diese übertriebene und unglaubwürdige Komödie nach einem Buch, das er zusammen mit Uli Brée ("Erbin mit Herz", "Der schwarze Löwe") verfasste. Zu oberflächlich bleiben die Charakterzeichnungen der Protagonisten, Paul ist kein Witz und kein Wortspiel zu platt, schnell, laut und hektisch geht es zu, die an den Haaren herbeigezogene Handlung rückt zugunsten der Brachialkomik immer mehr in den Hintergrund. Da kann kann auch die durchaus prominente Besetzung, die hier reichlich lustlos agiert, nichts mehr retten.

Foto: Salzgeber (24 Bilder)