Anja Kling

Anja Kling  in "Allein gegen die Angst" Vergrößern
Anja Kling in "Allein gegen die Angst"
Fotoquelle: ZDF
Anja Kling
Geboren: 22.03.1970 in Wilhelmshorst, Deutschland

Sie gehört seit Jahren zu Deutschlands vielseitigsten Schauspielerinnen, überzeugt immer wieder mit ihrem facettenreichem Spiel und die Liste ihrer Auszeichungen wird immer länger: Anja Kling, die 2012 mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin für ihren Part in "Hannah Mangold & Lucy Palm" ausgezeichnet wurde, den sie bereits 2009 für ihre Rolle in "Die letzten Tage" erhalten hatte. Doch von Anfang an. Eigentlich kam Anja durch Zufall zum Film, denn erst ein Tipp brachte sie ins Geschäft: Auf Rat ihrer Schwester, Schauspielerin Gerit ("Die Gerichtsreporterin"), nahm Anja an einem Casting teil. Ergebnis: die erste Hauptrolle als junge Mutter in Herrmann Zschoches "Grüne Hochzeit" (1989). Nachdem Anja zwei Jahre lang das erfolgreiche DDR-Jugendmagazin "Elf 99" moderiert hatte, ging es Schlag auf Schlag.

1992 sah man Anja Kling in Bernd Böhlichs "Landschaft mit Dornen" an der Seite von Ben Becker, und in Egon Günthers "Lenz". Den großen Durchbruch in Deutschland verschaffte ihr jedoch in Marijan David Vajdas Serie "Hagedorns Tochter", in der sie an der Seite des Ex-"Tatort"-Kommissars Hansjörg Felmy vor der Kamera stand. Seitdem spielt sie mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks Rolle um Rolle, beeindruckte Filmpartner wie Peter Sattmann ("Eingeschlossen - Die Nacht mit einem Mörder", 1994, Regie: Rainer Bär) oder Jürgen Prochnow ("Tödliche Wahl", 1995, Regie: Peter Deutsch) mit ihrer Offenheit und ihrem Charme. Ein Riesen-Flop war allerdings die Scifi-Kino-Komödie "Die Sturzflieger" (1995) von Peter F. Bringmann, in der sie an der Seite von Götz George spielte. Lange auf Eis lag das Oscar nominierte Drama "Von Hölle zu Hölle", das Anja Kling schon 1996 abdrehte, doch das erst 2000 den Weg in die Kinos fand.

1997 arbeitete Anja Kling erneut mit Regisseur Bernd Böhlich zusammen, diesmal in "Das Hochzeitsgeschenk", und spielte unter der Regie von Tomy Wiegand in der Komödie "Twiggy - Liebe auf Diät". Klasse war auch ihr Auftritt Baronin in dem ZDF-Vierteiler "Solange es Liebe gibt" (1998). Hier verliebt sie sich im Italien der Fünfzigerjahre in den italienischen Mädchenschwarm und Ex-Schwimmstar Raoul Bova, der ihren entführten Sohn finden soll. Auf dem TV- und Filmfestival in Monte Carlo erhielt das Melodram die Goldene Nymphe und den Kritikerpreis.

Zwei weitere TV-Filme drehte Anja 1998: In dem Mystery-Thriller "Biikenbrennen - Der Fluch des Meeres" spielte sie neben Christoph M. Ohrt und in "Der arabische Prinz" verliebte sie sich in Filmpartner Anthony Delon. Vor großen Namen hat Anja jedoch keine Angst: "Nur weil der Delon heißt, muss man ja nicht direkt auf die Knie fallen", beschreibt sie ihre Zusammenarbeit mit dem Sohn von Frankreichs Kinolegende Alain Delon. Daneben spielte sie 1999 auch in Serien wie "Siska" und "Blutsbrüder" vor der Kamera. Ebenfalls 1999 drehte sie zusammen mit Evelyn Hamann und Ulrich Pleitgen die Komödie "Ehemänner und andere Lügner", 2000 stand sie mit mit ihrer Schwester Gerit, mit der sie schon in der Serie "Verschollen in Thailand" (1996) zgespielt hatte, für das Drama "Zurück auf Los!" vor der Kamera.

Ein deftiges Drama war Max Färberböcks Regiearbeit "Jenseits" (2000), und unter der Regie von Dieter Wedel gehörte sie zum Starensemble des gefeierten TV-Mehrteilers "Die Affäre Semmeling" (2001), bevor man sie in der Erich-Kästner-Verfilmung "Das fliegende Klassenzimmer" (2002) als Kathrin bewundern konnte. Als an Brustkrebs erkrankte Frau brillierte Anja Kling in Matti Geschonnecks Drama "Liebe Schwester" (2002), neben Natalia Wörner spielte sie in Johannes Fabricks gelungenem Familiendrama "Schleudertrauma" (2002), und Max Färberböck besetzte sie auch in seinem Post-9/11-Drama "September" (2003).

Foto: ZDF Erneut unter der Regie von Geschonneck überzeugte Anja in dem Melodram "Die Ärztin" (2003), das Porträt einer jungen Frau zwischen Selbstzweifeln und Karrieredenken im Mediziner-Milieu, gefolgt von einem Auftritt in Lars Beckers hochgelobtem Krimi "Nachtschicht - Vatertag" (2004). Ein großer Kino-Kassenerfolg war Michael Herbigs Klamotte "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" (2004), für den sie mit dem Bambi und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde. Wieder mit ihrer Schwester Gerit stand sie danach für die Beziehungskomödie "Irren ist sexy" vor der Kamera, und unter der Regie von Buket Alakus war sie einer der "Freundinnen fürs Leben" (2006). Meisterlich agierte sie auch in dem spannenden Krimidrama "Allein gegen die Angst" (2006) als Ehefrau von Harald Schrott und in dem Polizeithriller "Die Frau aus dem Meer als Gegenspielerin von Ulrich Tukur.

Eine engagierte Pädagogin verkörperte Anja 2008 in dem Actionthriller "Der Amokläufer - Aus Spiel wird Ernst", und noch im gleichen Jahr überragte sie mit ihrer psychisch und physisch äußerst starken schauspielerischen Leistung die erstklassige Darstellerriege des Geschichtsdramas "Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen". Witzig war hingegen ihre Rolle als charmante Kleptomanin in der Kömödie "Verrückt nach Emma" (2008), und die Agentenfilmparodie "Undercover Love" (2009) zeigte sie nach "Die Masche mit der Liebe" (2007) erneut an der Seite von Frauenschwarm Henning Baum.

Erneut brillant war ihre darstellerische Leistung als beste Freundin eines Vergewaltigungsopfers alias Maria Simon in Kai Wessels Beziehungsdrama "Es war einer von uns" (2010) und überzeugend verkörperte sie eine LKA-Analytikerin in Wessels nicht ganz gelungenen Thriller "Mord in Ludwigslust" (2011). Dass sie zu Deutschlands stärksten Charakterdarstellerinnen zu zählen ist, bewies sie zum wiederholten Male in Franziska Meletzkys Gesellschaftsdrama "Es ist nicht vorbei" als Gegenspielerin von Ulrich Noethen. Und in der Titelrolle als toughe Ermittlerin Hannah Mangold drückte sie dem Kriminalfilm "Hannah Mangold & Lucy Palm" (2012) ihren Stempel auf. Von dieser Schauspielerin ist noch einiges zu erwarten!

Anja Kling lebt mir ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Potsdam. Weitere Filme mit Anja Kling: "Polizeiruf 110 - Tödliche Träume", "Im Namen des Gesetzes - Schleichender Tod" (beide 1989), "Tatort - Das Duell" (1990), "Polizeiruf 110 - Zerstörte Hoffnung", "Der Staatsanwalt hat das Wort: Verliebt - verloren", "Sherlock Holmes und die sieben Zwerge" (alle 1991), "Das Traumschiff", "Eine Frau will nach oben", "Rosamunde Pilcher - Lichterspiele" (alle 1995), "Kap der guten Hoffnung" (1996-98), "Amokfahrt zum Pazifik", "Das Herz des Priesters", "Dolphins", "Warten ist der Tod" (alle 1999), "Tatort - Direkt ins Herz", "High Adventure" (alle 2000), "Herz in Flammen", "Liebesau - die andere Heimat" (beide 2001), "Erst träumst du, dann stirbst du", "Der Seerosenteich" (beide 2002), "Jagd auf den Flammenmann" (2003), "Es ist ein Elch entsprungen" (2005), "Wo ist Fred?" (alle 2006), "Küss mich, Genosse!", "Das doppelte Lottchen" (Sprecherin, beide 2007), "Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch" (alle 2008), "Männersache", "Engel sucht Liebe", "Mama kommt!" (alle 2009), "Hanni & Nanni 2", "Die Grenze", "Kommissarin Lucas - Spurlos", "Hanni & Nanni", "Hexe Lilli - Die Reise nach Mandolan" (alle 2010), "Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische", "Vom Ende der Liebe", "Fünf Freunde" (alle 2011), "Familie Windscheidt - Der ganz normale Wahnsinn", "Hänsel und Gretel", "Das Adlon - Eine Familiensaga" (alle 2012), "Hanni & Nanni 3", "Einmal Leben bitte" (beide 2013).


Zur Filmografie von Anja Kling
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