Mit seinem sowohl verführerischen als auch überraschenden Regiedebüt nimmt Buch- und Filmautor Olaf Kraemer ("Mein wildes Leben") einen dramatischen Wendepunkt im Leben von fünf Frauen ins Visier. Denn was für die alten Freundinnen Marie (Anna König) – deren Eltern das französische Landgut gehört –, Ginette (Odine Johne), Anna (Korinna Kraus), Stephanie (Julia Dietze) und Nora (Kaya Marie Möller) den Startschuss zu ihrem jährlich angesetzten vergnüglichen Frauenwochenende geben sollte, entwickelt schon bald ein ungeplantes Eigenleben.

Ihrem Vorsatz, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und sich beim Feiern nicht zurückzunehmen, bleiben sie treu - bis eine verhängnisvolle Nacht anbricht. Ein Mann verschafft sich unerlaubt Zutritt zu dem Anwesen und wird im Eifer des Gefechts von den Urlauberinnen erschlagen. Nun müssen die Freundinnen fester zusammenhalten denn je: ein Vertuschungsplan muss her.

Durchwachsenes Regiedebüt

Die Verstrickung der Frauen in den gemeinsamen Mord und ihre persönlichen Geschichten lieferten dem Regisseur genügend Stoff, um unerwartete Wendungen einzubauen. Unter anderem nimmt der Thriller durch den vermehrten Einsatz von Stilbrüchen in der Bildsprache immer deutlicher die Züge eines Psychodramas an.

Stellenweise wirkt das verworrene Handlungsgeflecht überkonstruiert und nicht gründlich genug durchdacht, sucht krampfhaft nach glaubhaften Verbindungen zwischen verschiedenen Plots. Dennoch gelingt es Kraemer, das Spannungslevel hochzuhalten und zu unterhalten.