Isabelle (Julia Jentsch) und Jakob (Sebastian Zimmler) schweben in Berlin auf Wolke Sieben. Selbst der Terroranschlag auf das World Trade Center kann ihr Glück nicht trüben - denken sie zumindest.

Dann erfahren sie, dass ihr beider Freund Hans dem Attentat zum Opfer fiel. Jakob übernimmt daraufhin dessen Stelle in London, weswegen das Paar dorthin zieht. Der Tod von Hans lässt sie allerdings nicht mehr los und überschattet ihre Beziehung.

Isabelle und Jakob versuchen, eigenständig mit der Situation umzugehen, statt gemeinsam, wobei sie sich mehr und mehr voneinander entfremden.

Vom Haben und Sein

Glück und Unglück liegen oftnah beieinander und lösen sich manchmal schlagartig ab. Von diesem Kontrast lebt die deutsch-englische Koproduktion. Sie stellt feinfühlig dar, wie ein tragisches Ereignis, das am anderen Ende der Welt stattfindet und scheinbar keine Auswirkungen auf das eigene Leben zu haben scheint, dieses aufgrund verzwickter Beziehungsstränge doch beeinflussen kann.

Die mitnehmende Schicksalsgeschichte ist eine Romanadaption der Autorin Katharina Hacker, deren gleichnamiges Werk mit dem "Deutschen Buchpreis" prämiert wurde. Eine Auszeichnung verdient auch die filmische Umsetzung von Florian Hoffmeister, die in schwarz-weiß gedreht wurde.

Dieser Kniff unterstreicht die Dramatik der Handlung gekonnt, genauso wie die ausdrucksstarke Filmmusik. Dadurch kommt "Die Habenichtse" oft ohne Dialoge aus, die geführten haben es allerdings in sich. Der Streifen begeistert so nicht nur durch anspruchsvolle Unterhaltung, sondern auch anhand seines philosophischem Untertons.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Die Habenichtse":