Auch Sally (Tilda Swinton) bekommt die eisigen
Landschaften zu spüren

Egomania - Insel ohne Hoffnung

KINOSTART: 24.10.1986 • Experimentalfilm • Deutschland (1986) • 84 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Egomania - Insel ohne Hoffnung
Produktionsdatum
1986
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
84 Minuten

Früher lebten die Menschen auf der trostlosen Insel in der Ostsee in Frieden und Partylaune, doch nun hat Zwietracht und Hoffnungslosigkeit Besitz von der Gesellschaft ergriffen. Der Herrscher des winterlich verwehten Eilands ist der verdächtig an einen Vampirgraf erinnernde Baron Tante Teufel, dem schon einige junge Mädchen zum Opfer gefallen sind. Als plötzlich wahre Liebe die Eiseskälte zu brechen droht, sieht der wahnsinnige Blaublütler buchstäblich rot. Um die Liebe im Keim zu ersticken, scheut er vor nichts zurück...

Er gilt als "enfant terrible" der deutschen Filmszene: Regisseur Christoph Schlingensief ("Tunguska", "Das deutsche Kettensägenmassaker"), der "Egomania" mit einem Augenzwinkern als "das größte Liebesdrama aller Zeiten" beschreibt. Unter den frühen Filmen des Kulturanarchisten bietet dieses ästhetisch an Caspar David Friedrich gemahnende Eiswüsten-Bilderrätsel und erste Filmwerk des späteren Provokateurs eine experimentelle Auseinandersetzung mit der deutschen Romantik. Die Nähe zum Kitsch ist bewusst gesucht. Am Ende gehen Udo Kier und Tilda Swinton, der durchgedrehte Baron Tante Teufel und die schöne Sally, gemeinsam dem rot getränkten Sonnenuntergang entgegen: "Ein anderes Weltende wird es nicht geben." "Egomania - Insel der Hoffnung" wurde 1987 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.

Foto: arte

Darsteller
Androgyne Schönheit: Oscar-Gewinnerin Tilda Swinton.
Tilda Swinton
Lesermeinung
Spielte schon mit Madonna: Udo Kier.
Udo Kier
Lesermeinung
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