"Oscar"-Preisträger Denzel Washington ist gemeinhin eigentlich nur als Schauspieler bekannt, trotzdem ist "Fences" bereits sein dritter Film als Regisseur – und womöglich auch sein Durchbruch als solcher.

In dem Drama erzählt der 62-Jährige von Troy Maxson (Denzel Washington), der im Pittsburgh der 50er-Jahre als Müllmann ein bescheidenes Leben mit seiner Familie führt. Seine einstigen Ambitionen und Träume von einer Baseballkarriere musste der Analphabet aufgrund des grassierenden Rassismus schon lange begraben.

Die Erfahrungen seines entbehrungsreichen Lebens haben aus Troy einen harten und verbitterten Mann gemacht, der als dominantes Familienoberhaupt über seine Familie herrscht. Sein Sohn Cory (Jovan Adepo) und seine Frau Rose (Viola Davis) lassen sich das nicht ewig bieten. 

"Oscar"-Kandidat

Washington hat schon Erfahrung mit der Figur des Troy Maxson, die er bereits 2010 am Broadway in der Theaterfassung des Dramas aus der Feder August Wilsons verkörperte. Wie im Film spielte auch Viola Davis seine Frau, beide erhielten für ihre Darstellung einen "Tony Award". Jetzt dürfen sie sich nicht nur Hoffnungen auf einen Darsteller-"Oscar" machen, sondern auch auf den besten Film.

Zu Recht, denn Washington ist mit seinem dritten Regiewerk ein packendes Drama gelungen, das von der grandiosen Schauspielkunst seiner beiden Hauptakteure lebt - und ihn hoffentlich auch hinter der Kamera etabliert.