Deutschland bietet als einziges europäisches Land noch Aufenthaltsgenehmigungen für Flüchtlinge an. Die Bedingung: Sie müssen die Fernsehshow "Immigration Game" überleben – erst dann bekommen sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Hierbei gilt es in der Position des "Runners" zum Fernsehturm am Berliner Alexanderplatz zu gelangen, ohne von einem der "Hunter", einem deutschen Einwohner, auf der Jagd getötet zu werden.

Dem makaberen Spiel fällt auch der deutsche Bankmanager Joe (Mathis Landwehr) zum Opfer. Als er einem verletzten Flüchtling helfen will, greift er, um sich selbst zu verteidigen, einen "Hunter" an und wird daraufhin selbst zum "Runner", um nicht zu lebenslänglicher Haft verurteilt zu werden.

Durchgeknallte, adrenalinsüchtige Teenager, hasserfüllte Nationalisten und gestörte Sadisten sind nun hinter dem werdenden Vater her, der auf der 30 Kilometer langen Strecke nur überleben möchte, um heil zu seiner Familie zurückkehren zu können.

Hochspannung vom Feinsten

Krystof Zlatniks Thriller wurde in nur 14 Tagen gedreht. Für den Film gab es kein Drehbuch. Auf 30 Seiten bekamen die Darsteller das Konzept erklärt. Die Dialoge mussten von den Schauspielern improvisiert werden. Dies schuf eine extreme Au­then­ti­zi­tät und Nähe vom Zuschauer zu den Charakteren.

Mit pochendem Herz fiebert man mit den Teilnehmern und vor allem mit Mathis Landwehr in der Hauptrolle mit. Auch wenn das Konzept des Filmes makaber ist, ist es dennoch Fiktion und man kann deshalb ruhigen Gewissens und unter Anspannung bis zur letzten Minute den Thriller schauen.