Jack Reacher (Tom Cruise) will es nach den abenteuerlichen vergangenen Jahren beim US-Militär endlich etwas ruhiger angehen lassen. Doch sein großer Gerechtigkeitssinn kommt ihm dabei in die Quere: Major Susan Turner (Cobie Smulders), seine Nachfolgerin, wird der Spionage bezichtigt. Sie soll ihre Finger bei der Ermordung mehrerer Soldaten ihrer eigenen Einheit im Spiel gehabt haben.

Reacher glaubt an ihre Unschuld und wittert eine heimtückische Intrige. Er begibt sich eigenverantwortlich auf die gefährliche Mission, Beweise dafür zu finden, die Turner entlasten können. Doch dabei gerät er tiefer in das Verbrechermilieu, als ihm lieb ist.

Atmosphärisches Actionkino

Der Thriller bietet erneut testosterongeladene Unterhaltung, wird den Erwartungen eines Blockbusters mit Tom Cruise in der Hauptrolle allerdings nicht ganz gerecht. Er macht dem Nachnamen seiner Figur, dem Rächer, zwar erneut alle Ehre und sorgt auf seine ganz eigentümliche Weise für Recht und Ordnung - "Ihr denkt, dass ihr über dem Gesetz steht, aber ich bin nicht das Gesetz. Also solltet ihr fliehen, denn ich werde euch jagen. Und wenn ich euch finde, werde ich euch alle töten."

Allerdings sind die Actionszenen mitsamt ihrer Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen zurückgenommener als im vorherigen Teil. Reacher agiert menschlicher, zeigt Emotionen. Dies geht allerdings zu Lasten dessen, was ihn eigentlich ausmacht: Sein knochentrockener Humor.

Hier fällt vor allem Cobie Smulders auf, die an der Seite von Cruise eine tolle Performance abliefert, die den Actionstar das ein oder andere Mal etwas blass aussehen lässt.