Ein Coming-out im Profi-Fußball? Noch immer ein Tabu, auch im Jahr 2018. "Mario" zeigt einen jungen Sportler, der sich entscheiden muss: Liebe oder erfolgreiche Karriere?

"Wir wissen, es gibt schwule Fußballer, und intern werden sie von den Clubs professionell betreut und gemanagt, aber nach außen hin herrscht Schweigen", weiß Marcel Gisler. Der Regisseur ("Tagediebe") versucht damit, eine Erklärung zu finden, warum ein bekennend schwuler Profi-Fußballer noch immer eine Ausnahme ist. Gründe, sich nicht zu outen, werden immer wieder gefunden: Fans, Sponsoren, Mitspieler – Schuldige gibt es viele. Gisler erzählt nun mit "Mario" in einfühlsamen Bildern eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die zufällig im selben Club spielen, sich verlieben und bald zu spüren bekommen, welcher Gefahr nicht nur ihre Gefühlswelt ausgesetzt ist. Hauptdarsteller Max Hubacher wurde für seine Leistung mit dem Schweizer Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet.

"Mario", das ist ein junger, talentierter Profi-Fußballer in der Schweiz, der kurz davor steht, in die erste Fußball-Liga aufzusteigen. Als der Stürmer Leon (Aaron Altaras) aus Deutschland zum Verein stößt, entwickelt sich zwischen den beiden Spielern nicht nur Freundschaft, sondern Liebe. Doch bald machen Gerüchte die Runde, und Mario (Max Hubacher) sieht seine Karriere gefährdet – gleichzeitig will er aber Leon nicht aufgeben. Der junge Mann steht vor einer schweren Entscheidung: Liebe oder Profi-Karriere?


Quelle: teleschau – der Mediendienst