Sam (Sonny van Utteren) und Tess (Josephine Arendsen) erleben unvergessliche Tage am Strand.
In "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" entwickelt sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kindern eine ungewöhnliche Ferienfreundschaft.

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

KINOSTART: 03.09.2020 • Familienfilm • NL/D (2019) • 84 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mijn bijzonder rare week met Tess
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
NL/D
Laufzeit
84 Minuten

Filmkritik

Sommerferien mit Nachwirkungen
Von Diemuth Schmidt

"Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" erzählt ein mitreißendes Sommerferien-Abenteuer, in dem ein träumerischer Junge und ein selbstbewusstes Mädchen gemeinsam die Welt der Erwachsenen auf den Kopf stellen.

Die Ferien auf der niederländischen Insel Terschelling beginnen für Sam (Sonny van Utteren) und seine Familie mit einem kleinen Schock. Sams Bruder Jorre (Julian Ras) bricht sich das Bein und ist für den Rest des Aufenthalts an das Ferienhaus gefesselt. Damit fallen auch viele gemeinsame Aktivitäten der vier aus, und Sam beginnt, allein durch die Küstenlandschaft zu streifen. Durch den Vorfall fühlt sich der Jüngste der Familie bestätigt, dass sein Ferienprojekt, das "Alleinsein-Training", wirklich Sinn macht. Sein Gedanke dabei ist, dass er wahrscheinlich länger leben wird als der Rest seiner Familie. "Wenn ich nur genug übe, ist es später gar nicht schlimm, wenn ich allein übrigbleibe", denkt sich Sam. Spätestens jetzt ist klar, dass sich "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" nicht mit oberflächlichen Charakteren zufriedengibt und mehr zu erzählen hat als eine schöne Sommerferiengeschichte.

Auch wenn sich Sam selbst für ziemlich seltsam hält, gibt es auf der Insel tatsächlich noch jemand, der ihn in seiner Skurrilität schlägt: die elfjährige Tess (Josephine Arendsen). Das energische und selbstbewusste Mädchen stellt gleich klar, wer in ihrer sich anbahnenden Freundschaft wie auch beim gemeinsamen Tanzen das Sagen hat: nämlich sie selbst.

Sam zeigt sich fasziniert von der Inselbewohnerin, die mit ihrer Mutter alleine auf Terschelling lebt. Ihren Vater, sagt Tess' Mutter, brauche sie nicht. Das stimmt zwar, aber Tess will ihn dennoch kennenlernen. Also entwickelt sie einen geheimen Plan. Der Haken an der Sache ist, dass Hugo (Johannes Kienast), so heißt ihr Vater, nicht ahnt, dass er eine Tochter hat, und dem forschen jungen Mädchen, das ihn unter einem Vorwand auf die Insel gelockt hat, ganz unbedarft begegnet.

Fasziniert von ihrer Energie und ihrem Einfallsreichtum, spielt Sam Tess' Spielchen mit. Es dauert allerdings ein bisschen, bis er ahnt, was vor sich geht. Bis dahin lässt ihn das impulsive Mädchen auch mal allein ohne Rad in den Dünen stehen. Doch die Missverständnisse, die zu Unstimmigkeiten zwischen ihnen führen, lösen sich wieder auf. Sam lernt dabei viel über die Bedeutung von Familie und Freundschaft und auch über das andere Geschlecht. Die wesentlich reifere Tess wirkt auf ihn wie ein Entwicklungs-Katalysator.

"Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess", nach dem gleichnamigen Roman von Anna Woltz, wurde im Film vom Frühling in den Sommer verlagert. Das eröffnete dem holländischen Regisseur Steven Wouterlood die Möglichkeit, eine mit leuchtenden Farben inszenierte Sommer-Abenteuer-Geschichte rund um zwei Kinder, die die Welt der Erwachsenen auf den Kopf stellen, zu erzählen. Große Ferien mit vielen Freiheiten und kleinen Abenteuern – der Starttermin im September passt perfekt, denn angesichts des zu Ende gehenden Sommers erlebt man gerne im Kino nochmal die Hitze eines Sommers und lässt sich in einen wehmütigen Zustand versetzen. "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" begeistert als atmosphärisch starker Familienfilm mit interessant gezeichneten Protagonisten an der Schwelle zum Teenager und jenseits des Mainstream.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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