Harte Kost, leicht erzählt: "Romys Salon" handelt von einem Mädchen, das damit klarkommen muss, dass ihre Oma an Alzheimer leidet.

"Mal fühlt es sich an, als wäre mein Kopf voll, und auf einmal ist er leer": So erklärt Oma Stine (Beppie Melissen) ihrer zehnjährigen Enkelin Romy (Vita Heijmen) das, was sie selbst nicht so ganz versteht: Stine, die seit Jahren einen kleinen Friseursalon führt, wird immer vergesslicher. Mal ist es Geld, das sie einfach nicht wiederfindet, dann wieder verbrennt sie sich die Finger, weil sie vergessen hat, dass der Topf heiß war. Irgendwann ist klar: Stine hat Alzheimer. Ihren Salon muss sie aufgeben, ein Pflegeheim wird ihr neues Zuhause. Auch für die kleine Romy ändert sich vieles. Sie will da sein für ihre geliebte Oma, weiß aber selbst nicht so wirklich, wie sie ihr helfen kann.

Wie vor ein paar Jahren Til Schweigers Kinoerfolg "Honig im Kopf" behandelt auch der Familienfilm "Romys Salon" ein schwieriges Thema: Es geht ums Abschiednehmen von einem geliebten Menschen, ums Klarkommen mit einer tückischen Krankheit und darum, was den Menschen eigentlich noch ausmacht, wenn die Persönlichkeit langsam verschwindet. Erzählt wird all das aus der Perspektive von Enkelin Romy. Sie soll, so hoffe es Oma Stine, eines Tages ihren Friseursalon übernehmen – "Romys Salon" wäre doch ein schöner Name, glaubt sie. Doch zunächst brechen die beiden zu einer Reise nach Dänemark auf, zu jenem Ort, aus dem Oma Stine stammt und von dem sie in letzter Zeit so viel erzählt.

"Romys Salon", eine niederländisch-deutsche Koproduktion, basiert auf dem gleichnamigen Kinder- und Jugendbuch von Tamara Bos. Bos schrieb nun auch das Drehbuch, Mischa Kamp, die vor allem für ihren gefeierten Coming-out-Film "Jongens" bekannt ist, führte Regie.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH