Sieniawka, ein kleines Dorf im Grenzgebiet zwischen Polen, Deutschland und Tschechien. Hier sorgte einst der Braunkohletagebau für Reichtum, heute ist davon nicht viel übrig geblieben. In einem Teil eines ehemaligen Arbeitslagers der Nationalsozialisten ist heute eine Psychiatrie untergebracht, hier fristen die Männer ihren Alltag ...

Der aus dem polnischen Kowary stammende Filmemacher Marcin Malaszczak, der als Kind mit seinen Eltern nach West-Berlin zog, taucht in seinem Dokumentarfilm in diese hierzulande fremde Welt ein, zeigt die Menschen, die dort leben. Malaszczak, der diesen Ort seit seiner Kindheit kennt - seine Tante arbeitete dort, sein Großvater war Verwaltungsdirektor - illustriert diesen Alltag zwischen Vergangenheit und Gegenwart in beinahe surrealen, oft langen Bildeinstellungen.

Foto: Arsenal Institut/Mengamuk Films