Der Lebensinhalt von Rentnerin Pilar besteht darin, anderen zu helfen und Gutes zu tun. Sie lebt im gleichen Haus wie die einsame achtzigjährige Aurora, die ihr Geld stets im Spielcasino verzockt und zudem ihre farbige Haushälterin Santa verdächtigt, an ihr irgendwelchen Voodoo-Zauber zu praktizieren. Als Aurora eines Tages im Sterben liegt, soll Pilar ihr noch einen Wunsch erfüllen und einen Mann namens Gian Luca Ventura für sie ausfindig machen. Der lebt in einem Altersheim und war einst Auroras große Liebe ...

Dieses Werk des Portugiesen Miguel Gomes kann man bestenfalls noch als ambitioniert bezeichnen. Denn was nach einer interessanten Geschichte klingt, entpuppt sich als langatmiges Schwarzweiß-Kino zwischen Experimentalfilm, Drama und Stummfilm. Die Stummfilmbilder der Kolonialzeit sind unfreiwillig komisch (Afrikaner mit Trillerpfeifen aus Plastik usw.), das Endlos-gerede der Jetztzeit schlicht uninteressant und die eigentliche Geschichte derart verschachtelt, dass man schnell abschaltet bzw. einzuschlafen droht.

Foto: Real Fiction