Am 4. Juli 2003 marschieren US-Einheiten in ein Geheimquartier der verbündeten Türken im Nordirak, überwältigen schnell elf Soldaten der Spezialeinheit, stülpen ihnen Säcke über den Kopf und verweisen sie unter dem Hohn und Spott der Bevölkerung des Landes. Einer der Männer, Süleyman Aslan, kann diese Schande nicht verkraften. Deshalb schreibt er einen Brief an seinen Freund Polat, ein Spezialagent des türkischen Geheimdienstes, dem er alles detalliert mitteilt. Anschießend nimmt sich Süleyman das Leben. Polat, der mit einer Handvoll Männer sofort in den Nordirak reist, will den Ehrverlust des alten Freundes nicht tatenlos hinnehmen...

Regisseur Serdar Akar, der 2003 auch schon die enorm erfolgreiche, gleichnamige TV-Serie um den türkischen Top-Agenten Polat Alemdar verwirklichte, legt hier einen aufwändig inszenierten und technisch perfekten Actionfilm vor, für den er mit Billy Zane und Gary Busey zwei altgediente Hollywood-Schauspieler verpflichten konnte. Akar orientierte sich hier an der tatsächlich stattgefundenen so genannten "Sackäffare", die 2003 für ernste Verstimmungen unter den Verbündeten führte. Der Regisseur zeigt aber auch die Verwüstungen in einem vom Krieg gezeichneten Land und musste sich deshalb schon den Vorwurf gefallen lassen, er zeichne ein zu einseitiges, ein zu negatives Bild der Amerikaner. So ist Gary Busey etwa ein Amerikaner jüdischer Abstammung, der die trostlose Lage im Irak dazu ausnutzt, der gepeinigten mohammedanischen Bevölkerung gegen reichlich Kohle ihre Organe abzuschwatzen, um sie dann mit fantastischem Gewinn in die USA zu verkaufen. Fiction eben, die zwar etwas mit Wirklichkeit zu tun haben kann, aber nicht muss!

Foto: Maxximum