Mitten in Bonn bricht ein Mann in der Beethovenstraße zusammen. Sein Mörder flüchtet. Der Tote, ein Privatdetektiv aus New York, war einem internationalen Erpresserring auf der Spur. Unterstützt von Zollfahnder Kressin übernimmt Sandy, der Partner des Toten, den Fall. Es gelingt ihm, sich in den Erpresserring einzuschmuggeln. Doch die Turbulenz des Kölner Karnevals macht den Fall immer verwirrender, undurchschaubarer und endet schließlich in einem finsteren, blutigen Albtraum ...

Als Fuller 1972 vom WDR Köln eingeladen wird, eine Folge der "Tatort"-Reihe zu drehen, nennt er ihn "Tote Taube auf der Beethovenstraße". Der Fernsehfilm wird in Bonn gedreht und zitiert Fullers Erinnerungen an die Kriegszeit, als er als GI Fuller im Bonner Beethovenhaus untergebracht ist. Bei den Dreharbeiten wohnte Fuller in einem Hotel, besichtigte tagsüber die möglichen Drehorte, die Wände des Zimmers füllen sich mit Fotos und Skizzen. Bevor er mit dem Drehbuch begann, sind Schauplätze und Details schon festgelegt. In einem Kölner Kino schaute er sich bis tief in die Nacht Filme an, die er im "Tatort" zitiert: Jean-Luc Godards "Lemmy Caution gegen Alpha 60" und Howard Hawks' "El Dorado". Der Regisseur will vor allem alles ansehen, was mit Karneval zu tun hat. Denn Karneval spielt auch in seinem Bonn-Krimi eine wichtige Rolle. Das Drehbuch entsteht in wenigen Tagen, er ist ein Arbeitstier - "Schlafen kann ich später, wenn der Film fertig ist". Die eigentliche Hauptrolle des Sandy spielt hier Glenn Corbett ("Chisum", "Der Mann vom großen Fluss"), die weibliche Hauptrolle übernahm Fullers Ehefrau Christa Lang ("Der Reigen", "Is' was, Doc?").

Foto: WDR