Jonathan Vogel hat einst bei einem Motorradunfall nicht nur ein Bein verloren, sondern danach auch seine Frau und seinen Job. Doch nun keimt neue Hoffnung in ihm, denn der Wissenschaftler Stivlas Karr behauptet eine Therapie entwickelt zu haben, mit deren Hilfe Gliedmaßen wieder nachwachsen. Natürlich will Jonathan diese Chance nutzen und stellt sich als Versuchskaninchen zu Verfügung. Doch schon kurz nach Behandlungsbeginn bemerkt er unerwartete Nebenwirkungen ...

Das Kinodebüt des Regisseurs Alex Iordachescu war der letzte Film von Frankreichs viel zu früh verstorbenem Arthouse-Star Guillaume Depardieu, Sohn des Kino-Giganten Gérard und Bruder von Julie Depardieu. In diesem Thriller, den Iordachescu in klinischer Sterilität gedreht und mit knappen Dialogen versehen hat, verschmilzt die Rolle des Jonathan in fast schon beängstigender Weise mit dem wirklichen Leben des Darstellers, der sich bekanntermaßen 2003 ein Bein amputieren lassen musste. Allerdings bleiben die Charakterzeichnungen allesamt reichlich nebulös, nicht alle Zusammenhänge erschließen sich dem Zuschauer, auch die zahlreichen eingestreuten Rückblenden bleiben seltsam für sich stehen und tragen nicht zum weiteren Verständnis der Geschichte bei. Tragisch: Guillaume Depardieu zog sich bei den Dreharbeiten im eiskalten Rumänien eine schwere Lungenentzündung zu, an deren Folgen er im Oktober 2008 in einem französischen Krankenhaus starb.

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