Ein Fischer lebt mit seiner Frau Ilsebill in einem alten Pott am Meer. Eines Tages fängt der Fischer einen Butt, der ein verwunschener Prinz ist und um sein Leben bittet, und der Fischer lässt ihn wieder frei. Als Ilsebill das hört, fragt sie ihren Mann, ob er sich denn im Tausch gegen die Freiheit des Fisches nichts von ihm gewünscht habe. Sie drängt ihren Mann, noch einmal zum Meer zu gehen und den Butt zu rufen, um sich eine schöne Hütte zu wünschen. Den Wunsch erfüllt der Zauberfisch prompt. Aber schon bald ist Ilsebill nicht mehr zufrieden. Immer wieder verlangt sie von ihrem Mann, den Butt um immer größere Dinge zu bitten. Der Fischer teilt die Wünsche seiner Frau nicht, beugt sich aber trotz wachsender Angst ihrem Willen. Je maßloser Ilsebills Wünsche werden, desto bedrohlicher verschlechtert sich das Wetter. Doch der Fischer geht immer wieder zum Meer und ruft das berühmte "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, myne Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will" ...

Im Rahmen der erfolgreichen ARD-Märchenreihe "Sechs auf einen Streich" drehte Regisseur Christian Theede dieses norddeutsche Märchen nach der Vorlage der Brüder Grimm, die das Autorenduo Dieter und Leonie Bongartz fürs Fernsehen adaptierte. Im Freilichtmuseum Kiekeberg, in der Kulturkirche Altona, dem Gutshof Emkendorf sowie in und um Hamburg in Szene gesetzt, schließt Theede damit an gelungene Märchenverfilmungen wie "Der gestiefelte Kater" und "Das tapfere Schneiderlein" an.

Foto: NDR/Marion von der Mehden