Krimi-Autor Rousseau hat momentan offenbar eine Schreibblockade. Just in seiner Ideenlosigkeit soll er in der Provinz das Erbe seines verstorbenen Onkels entgegennehmen. Doch statt erhofften Geldes bekommt Rousseau nur einen ausgestopften Hund. Da er aber nun schon einmal an den Ort seiner Kindheit, das schneebedeckte, für seinen Käse berühmte Mouthe, zurückgekommen ist, interessiert ihn der plötzliche Tod der Dorfschönheit Candice Lecoeur. Während die Lokalpresse über einen Selbstmord der lokalen Berühmtheit spekuliert, geht der Schriftsteller den letzten Lebensstationen der Schönen nach. Tatsächlich stellt er nicht nur äußerliche Parallelen zum Leben Marilyn Monroe fest. Denn auch Candice hat sich in einen Mann verliebt, von dem sie besser die Finger gelassen hätte ...

Gekonnt bewegt sich Regisseur Gérald Hustache-Mathieu zwischen Kiminalfilm und Drama ohne auf komödiantische Elemente zu verzichten. So entsteht ein wunderbar fotografiertes Verwirrspiel zwischen den Genres, das gleichzeitig eine Hommage an die Monroe darstellt und den Protagonisten durch die Schneelandschaft des französisch-schweizerischen Grenzgebietes in eine faszinierende Suche nach der Wahrheit führt.

Foto: Koch Media