Funktioniert eine Pärchenfreundschaft, wenn eines der Paare plötzlich zerbricht? Anne Villacèque wagt mit ihrer Tragikomödie einen Feldversuch.

Schon seit 20 Jahren kennen sich Sylvette (Noémie Lvovsky) und Ulrich (Ulrich Tukur) sowie Christine (Karin Viard) und Jean (Jacques Gamblin). Die beiden Paare haben sich gegenüberliegende Ferienhäuser gekauft und treffen sich regelmäßig an den Wochenenden.

Alte Gewohnheiten und gemeinsame Rituale gibt es aber plötzlich nicht mehr, als die Ehe von Christine und Jean zerbricht. Beide verändern sich und tauchen bald nur noch unregelmäßig und mit neuen Partnern in ihrem Feriendomizil auf. Für ihre alten Freunde stellen sich viele Fragen: Wie sollen sie sich jetzt verhalten? Ist dies das Ende ihrer langjährigen Freundschaft? Und erstmals hinterfragen sie auch ihre eigene Partnerschaft.

Durch und durch französisch?

Zwischenmenschliche Beziehungen sind gerade in französischen Filmen ein häufiges Thema - egal ob Liebe oder Freundschaft. Da bildet auch die Tragikomödie von Regisseurin und Drehbuchautorin Anne Villacéque keine Ausnahme. Feinfühlig zeichnet sie das Porträt von vier langjährigen Freunden und lässt dieses Idyll, untermalt von der wunderschönen Landschaft der Normandie, jäh auseinanderbrechen.

Top besetzt ist der Film, der bereits im vergangenen Jahr in seinem Heimatland Premiere feierte, mit den französischen Schauspielern Karin Viard, Jacques Gamblin - sowie dem deutschen Mimen Ulrich Tukur, der bereits 2005 in "Die Axt" in einem französischen Spielfilm mitwirkte.