Edward G. Robinson

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Auf Schurken abonniert: Edward G. Robinson (r.) in "Der kleine Cäsar"
Emmanuel Goldenberg
Geboren: 12.12.1893 in Bukarest, Rumänien
Sternzeichen: Schütze
Gestorben: 26.01.1973 in Hollywood, Kalifornien, USA

Eigentlich hatte Emmanuel Goldenberg, der sich später Edward G. Robinson nannte, eine ganz andere Karriere geplant. Nach seiner Emigration in die USA im Jahr 1902 besuchte er in New York die Schule und belegte gleich nach dem Abschluss ein Jurastudium. Doch der Traum vom Richterstuhl war schnell dahin - zu trocken der Stoff, zu steif die Komilitonen.

Robinson wechselte in die schillernde Welt des Theaters, belegte 1912/13 Kurse an der American Academy of Dramatic Arts. Der Berufswechsel erwies sich als Treffer ins Schwarze: Zwei Jahre später schon spielte er am berühmten Broadway, von dessen Bühne ihn 1916 jedoch der Erste Weltkrieg zog. Kaum aber war Robinson aus der Navy entlassen, stand er schon wieder am Broadway, dem er - abgesehen von einer Filmrolle in "The Bright Shawl" (1923) - die 20er Jahre hindurch treu blieb.

Erst die Einführung des Tonfilms brachte den alles entscheidenden Wechsel: Robinson wurde Filmstar. Nach nur wenigen Filmen markierte "Der kleine Cäsar" 1930 seinen Durchbruch - Robinson in einer düsteren Rolle, der des Gangsterbosses Enrico Bandello - angelehnt an Al Capone. Miese Typen, Unterweltgestalten - wann immer solche Parts zu besetzen waren, Edward G. Robinson war die erste Wahl. Mag sein, dass sein Äußeres - dunkle Haut, klein, rundgesichtig - ausschlaggebend hierfür war. In vielen Filmen, so in "Kid Galahad" (1937) oder John Hustons "Gangster in Key Largo" (1948), spielt er neben Humphrey Bogart, 1941 heißt seine Filmpartnerin in "Herzen in Flammen" Marlene Dietrich. Im gleichen Jahr entsteht Michael Curtizs Jack-London-Verfilmung "Der Seewolf".

Wahre Glanzleistungen sind "Gefährliche Begegnung" und "Straße der Versuchung" (1945), die beide zum Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden. Die Liste seiner Erfolge wird stetig länger - für Robinson ist sie die Eintrittskarte in das große Hollywood. Barbara Stanwyck und Fred MacMurray sind seine Partner im Billy Wilder-Meisterthriller "Frau ohne Gewissen" (1944). Mitte der 50er dann zieht sich Robinson allmählich zurück, die Filmstudios bedachten ihn lediglich mit Nebenrollen.

So tritt er in 1965 "Cincinnati Kid" als Pokerspieler auf. 1973 sieht man Robinson letztmalig in einer Altersrolle an der Seite von Charlton Heston in dem gefeierten Sciencefiction-Thriller "Jahr 2022 ... Die überleben wollen". Schwierigkeiten bereitete Robinson auch sein konsequenter Antifaschismus - manche Studios boykottierten den frühen Filmstar bis in die Fünfzigerjahre. Noch einmal, 1973, steht der im Rampenlicht: Robinson veröffentlichte seine Memoiren und wurde mit einem Oscar für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

Weitere Filme mit Edward G. Robinson:

  • Die Endzwanziger- und die Dreißigerjahre:
    The Hole In The Wall", "Vampyre in der Großstadt", "Die Sehnsucht jener Frau" (alle 1929), "Sirenen um Mitternacht", "East Is West", "The Widow From Chicago" (alle 1930), "Smart Money", "Spätausgabe", "Der Rächer des Tong" (alle 1931), "Silberdollar", "Tiger Hai", "Zwei Sekunden" (alle 1932), "Der kleine Gangsterkönig", "I Loved A Woman", Dark Hazard" (alle 1933), "The Man with Two Faces", "Die ganze Stadt spricht davon" (beide 1934), "San Francisco im Goldfieber" (1935), "Wem gehört die Stadt?", "Thunder In The City" (beide 1936), "Der letzte Gangster", "Vier Leichen auf Abwegen" (beide 1937), "Das Doppelleben des Dr. Clitterhouse", "Im Namen des Gesetzes", "Confessions of a Nazi-Spy" (alle 1938) und "Blackmail - In den Klauen des Erpressers" (1939).

     

  • Die Vierzigerjahre:
    "Ein Mann mit Fantasie", "Orchid, der Gangsterbruder", "Paul Ehrlich - Ein Leben für die Forschung" (alle 1940), "Tödlicher Pakt", "Larceny Inc." (beide 1941), "Sechs Schicksale", "Destroyer" (beide 1942), "Das zweite Gesicht", "Tampico" (beide 1942), "Mr. Winkle Goes To War", "Journey Together" (beide 1944), "Frühling des Lebens" (1945), "Die Spur des Fremden", "the Red House" (beide 1946), "Alle meine Söhne", "Die Nacht hat 1000 Augen", "Blutsfeindschaft" (alle 1948) und "Judy erobert Hollywood" (1949).

     

  • Die Fünfzigerjahre:
    "Dämon Uran" (1959), "Actors And Sin" (1951), "Das gläserne Netz", "Sittenpolizei", "Big Leaguer" (alle 1953), "Schwarzer Freitag", "Rauhe Gesellen" (alle 1954), "Akte XP 15", "Blutige Straße", "In die Enge getrieben", "Schakale der Unterwelt" (alle 1955), "Die Zehn Gebote", "Im Dunkel der Nacht" (beide 1956), "Panzer-Spähtrupp Totenkopf" (1957), "Eine Nummer zu groß" und "Sieben Diebe" (beide 1959).

     

  • Die Sechzigerjahre und der Rest:
    "Pepe - was kann die Welt schon kosten?" (1960), "Meine Geisha" (1961), "Mein Freund, der Diamanten-Joe", "Zwei Wochen in einer anderen Stadt" (beide 1962), "Sieben gegen Chicago", "Cheyenne", "Der Preis" (alle 1963), "Carrasco, der Schänder", "Who Has Seen The Wind?" (Doku), "Leih' mir Deinen Mann" (alle 1964), "Die Blonde von Peking", "Die Platinbande", "Top Job" (alle 1966), "MacKennas Gold", "Die Abenteuer des Kardinal Braun" (beide 1967), "Weiße Westen für Ganoven", "Wie klaut man ein Gemälde?" (beide 1968), "Um Tod und Leben", "Song Of Norway" (beide 1969) und "Weder bei Tag, noch bei Nacht" (1971).

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