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    Francis Ford Coppola

    • * Freitag, 7. April 1939 in Detroit, Michigan, USA

    Als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent erfolgreich: Francis Ford Coppola
    ¿T?
    Bereits fünfmal gewann er den begehrten Oscar, zusätzlich wurde er zehnmal nominiert und gewann als Regisseur zweimal die Goldene Palme von Cannes: Francis Ford Coppola, der als einer der bedeutensten Filmemacher der Gegenwart gilt. Doch der Reihe nach: Der Enkel eines italienischen Einwanderers aus Bernalda (Basilicata) und Sohn des Komponisten und Musikers Carmine Coppola - mit ihm sollte er später mehrfach zusammen arbeiten - besuchte das private Hofstra College in Long Island/New York und schloss danach die renommierte UCLA Film School in Los Angeles ab. Schon in seinem Regiedebüt, der frivolen Westernkomödie "Nackt im Wilden Westen" (1961), die er nach eigenem Drehbuch inszenierte, arbeitete er erstmals mit seinem Vater zusammen. Bereits damals produzierte Francis Ford seinen Streifen selbst, was er auch in Zukunft tun sollte.

    Ebenfalls 1962 entstand Roger Cormans Horrorfilm "The Terror - Schloss des Schreckens" mit Jack Nicholson und Boris Karloff, den Coppola zwar mit inszenierte, aber nicht im Abspann genannt wurde. Dafür fungierte er erneut als Produzent, während er für Cormans "Die Folterkammer des Hexenjägers" (1963) ungenannt am Drehbuch mit schrieb. Ein Horrorfilm lieferte der damals erst 23-jährige Coppola mit dem Horror-Schocker "Dementia 13" (1963) ab, während er mit der Pubertätsstudie "Big Boy - Jetzt wirst du ein Mann" (1966) seinen Einstand ins Komödien-Genre gab, nachdem er Drehbücher für Sydney Pollack ("Dieses Mädchen ist für alle", 1965) und für René Clément ("Brennt Paris?", 1965) verfasst hatte. Ein stilles und subtiles Drama entstand schließlich mit "Liebe niemals einen Fremden", das er 1968 nach dem eigenen Drehbuch mit James Caan drehte. Dagegen bewegte er sich mit "Der goldene Regenbogen" (1968) auf Musicalpfaden, sein Hauptdarsteller war kein geringerer als Fred Astaire.

    Seinen ersten Oscar gewann Coppola schließlich für Franklin J. Schaffners "Patton - Rebell in Uniform" (1969). Gemeinsam mit Edmund H. North, Omar N Bradley und Ladislas Faragoh geschrieben, erzählt die Filmbiografie die Kriegserfahrungen des berühmten Panzergenerals. Hauptdarsteller George C. Scott lehnte seinen Oscar - im Gegensatz zu Coppola - aus Prinzip ab. Er stelle sich keiner Konkurrenz und könne deshalb auch nicht als bester Schauspieler gekürt werden, hieß es in seiner Begründung. 1969 gründete der Filmemacher überdies zusammen mit George Lucas die Produktionsfirma American Zoetrope, die bald darauf die ersten beiden Filme des "Krieg der Sterne"-Machers in die US-Kinos bringen sollte: "THX 1138" (1969) und "American Graffiti" (1973).

    1971 gelang Coppola schließlich der ganz große Durchbruch als Regisseur. Seine grandiose, mit Stars gespikte Verfilmung von Mario Puzos Bestseller "Der Pate" stieg zum damals erfolgreichsten Film aller Zeiten auf und wurde mit drei Oscars für den besten Film, das beste adaptierte Drehbuch (Coppola und Mario Puzo) sowie den besten Hauptdarsteller (Marlon Brando) ausgezeichnet. Das Mafia-Epos erzählt die Geschichte des Don Vito Corleone, dem mächtigsten Pate von New York. Eines Tages gerät seine Macht ins Wanken: Der Pate will aus moralischen Gründen nicht ins Drogengeschäft einsteigen. Es kommt zum Krieg gegen die konkurrierende Mafia-Familie Tattaglia. Deren erklärtes Ziel ist es, den eigenwilligen Don aus dem Weg zu räumen ... Wichtiger als die bloße Handlung in opulenten Bildern ist das Milieu, das Coppola in Szene setzte. Das Genre des Gangsterfilms erhielt durch ihn eine neue Dimension. Das organisierte Verbrechen wurzelte nun in den besten gesellschaftlichen Kreisen. Der Pate ist kein neureicher Brutalo. Er besitzt Takt, pflegt Freundschaften und Kontake, überzeugt als liebevoll-sorgendes Familienoberhaupt, speist mit einflussreichen Politikern.

    Ebenfalls ein Kino-Höhepunkt war der anschließend entstandene Thriller "Der Dialog" (1973) mit Gene Hackman in der Rolle des meisterhaften Tonjägers Harry Caul. Diesem bereitet es keine nennenswerten Schwierigkeiten, das Gespräch eines in einem belebten Viertel von San Francisco flanierenden Paares aufzuzeichnen. Als er die Bänder bei sich zu Hause, einer wahren Hightech-Werkstatt, abhört, glaubt er heraus zuhören, dass Mark und Ann, das ausspionierte Paar, in Lebensgefahr schweben. Coppolas Regiearbeit, die 1974 mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wird, zeigt die rasanten Fortschritte der Überwachungstechnologie (hochempfindliche Kameras und Mikrofone, Entschlüsselungstechniken usw.) und deren wachsende Präsenz im Leben der Bürger, wobei er das sich ankündigende Liebesdrama auf das Wesentliche reduziert. Zugleich gelingt es dem Regisseur, eine Atmosphäre aus Spannung, Gewalt und Horror zu erzeugen, die eines Hitchcock würdig ist. Und noch im gleichen Jahr schrieb er das Drehbuch zu Jack Claytons Erfolgsfilm "Der große Gatsby" (1974) mit Robert Redford in der Hauptrolle. Dass das Drama in der Umsetzung recht langatmig geriet, lag allerdings nicht an Coppolas Script.

    Fortsetzung


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