Frankreich, 1900: Der junge Mann aus gutem bürgerlichen Hause, der von Kindesbeinen an Schriftsteller werden wollte, erlangt in dem Seebad Balbec Zugang zur mondänen Welt des Adels und des Großbürgertums. Unter den neuen Bekannten ist auch die umschwärmte Albertine. Doch ein Schicksalsschlag setzt seinen illustren gesellschaftlichen Vergnügungen ein jähes Ende.
Sein Leben war das Rohmaterial, aus dem er seine literarischen Meisterwerke schuf: Marcel Proust (1871-1922), französischer Schriftsteller und Intellektueller. Als junger Ästhet verkehrte er in den mondänen Pariser Salons und schrieb mit "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" einen der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1913 und 1927 erstmals veröffentlicht, wagte sich Regisseurin Nina Companéez ("Der Sturm zieht auf", "Die Allee des Königs") an den mehrbändigen biografischen Roman, der als schwer verfilmbar gilt. Sie setze den aufwändig inszenierten TV-Kostüm-Zweiteiler nach eigenem Buch als gut gespielten Mix aus Zeit- und Sittenbild in Szene.
Foto: arte F/Jacques Morell