Brandons (Jackson A. Dunn) Zerstörungswut kennt keine Grenzen.
Was wäre, wenn ein junger Superheld seine Kräfte für böse Zwecke einsetzt? Mit dieser Frage spielt der Horrorthriller "Brightburn: Son of Darkness"

Brightburn: Son of Darkness

KINOSTART: 20.06.2019 • Horror • USA (2019) • 91 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
BrightBurn
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
USA
Budget
7.000.000 USD
Einspielergebnis
18.513.474 USD
Laufzeit
91 Minuten
Music

Filmkritik

Missbrauchte Superkräfte
Von Christopher Diekhaus

Ein Zwölfjähriger erkennt, dass er übermenschliche Kräfte hat, und setzt sie fortan für böse Zwecke ein. In "Brightburn: Son of Darkness" trifft das Superheldenkino auf derbe Horrorkost.

"Aus großer Kraft folgt große Verantwortung", heißt es bei Spider-Man, einem der bekanntesten Superhelden überhaupt. Wer außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt, sollte sie mit Bedacht einsetzen, um seiner Umwelt nicht zu schaden. Eben diese Mahnung könnte den Machern des Horrorstreifens "Brightburn: Son of Darkness" als Ausgangspunkt gedient haben, als sie die Idee eines bösen Jungen mit Superkräften entwickelten. Das Drehbuch zu diesem Schocker schrieben Brian und Mark Gunn. Die Inszenierung übernahm David Yarovesky ("The Hive"), während im Hintergrund "Guardians of the Galaxy"-Regisseur James Gunn, der Bruder Brians und Cousin Marks, in der Rolle des Produzenten alle kreativen Fäden zusammenhielt.

Im Zentrum ihrer düsteren Abwandlung des Superheldenmythos steht der zwölfjährige Brandon (Jackson A. Dunn), der als Baby in einer Art Raumschiff in den Garten des Ehepaares Tori (Elizabeth Banks) und Kyle Breyer (David Denam) stürzte, dessen Kinderwunsch bis dahin unerfüllt geblieben war. Das plötzliche Auftauchen des menschlich aussehenden Knirpses aus dem All schien ein Geschenk des Himmels zu sein. Und so nahmen ihn die beiden kurzerhand als Adoptivsohn bei sich auf. Als der Junge nun plötzlich immer öfter unheimliche Verhaltensweisen an den Tag legt, kommen seine Eltern mehr und mehr ins Grübeln. Wie weit seine Zerstörungswut reichen wird, ahnen sie allerdings nicht.

"Brightburn: Son of Darkness" gibt sich auf Handlungs- und Figurenebene größtenteils mit bekannten Versatzstücken zufrieden. Originell ist im Grunde nur der Einfall, ein Kind aus einer anderen Welt als pervertierten Superhelden in Stellung zu bringen und sein grausames Treiben mit blutiger Konsequenz durchzuziehen. Zimperlich geht es hier wahrlich nicht zur Sache. Vielmehr setzen der Regisseur und seine Mitstreiter dem Zuschauer einige deftige Gewaltausbrüche vor, die man in dieser Form nicht unbedingt erwarten würde.

Äußerst zugeknöpft ist der Film hingegen, wenn es um die Frage nach den Hintergründen von Brandons destruktivem Wirken geht: Warum gelangte er auf die Erde? Verfolgt er einen größeren Plan? Und wenn ja, von wem bekommt er dann seine Anweisungen? Konkrete Antworten umschifft das Drehbuch beharrlich und streut lediglich kryptische Andeutungen aus, die in einer möglichen Fortsetzung eingehender beleuchtet werden könnten.

Dass der mit einer Laufzeit von rund 90 Minuten recht kompakte Horrorthriller trotz seiner inhaltlichen Limitationen die meiste Zeit zu unterhalten weiß, hat vor allem zwei Gründe. Erstens versteht es David Yarovesky, das Gefühl der Bedrohung in seiner mit einigen gelungenen Schockmomenten garnierten Inszenierung ständig anzuheben. Und zweitens liefern die Hauptdarsteller – was im Genre längst nicht selbstverständlich ist – ordentliche Leistungen ab, die das Mitfiebern erleichtern.

Jungschauspieler Jackson A. Dunn mag nicht der furchteinflößendste Satansbraten der Filmgeschichte sein. Als fieser, gleichgültig dreinblickender Bösewicht mit Superkräften macht er seine Sache jedoch gar nicht schlecht. Hin und wieder lässt einen die Kaltblütigkeit Brandons durchaus erschaudern. "Brightburn: Son of Darkness" erfindet das Rad keineswegs neu, hätte aus seiner Prämisse sicherlich noch mehr herausholen können, fügt vertraute Zutaten aber zu einem überwiegend wirkungsvollen Leinwandalbtraum zusammen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller
Besetzung für Familiengeschichten, Dramen oder Komödien: Elizabeth Banks
Elizabeth Banks
Lesermeinung
Weitere Darsteller

Neu im kino

Cry Macho
Drama • 2021
prisma-Redaktion
Venom: Let There Be Carnage
Action • 2021
prisma-Redaktion
The French Dispatch
Komödie • 2021
prisma-Redaktion
Halloween Kills
Horrorfilm • 2021
prisma-Redaktion
Résistance – Widerstand
Drama • 2020
prisma-Redaktion
Supernova
Drama • 2021
prisma-Redaktion
The Last Duel
Drama • 2021
prisma-Redaktion
Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee
Kinderfilm • 2021
Bis an die Grenze
Drama • 2020
Mit "Keine Zeit zu sterben", dem 25. Film der Reihe, verabschiedet sich Daniel Craig von seiner Rolle. Die Dreharbeiten wurden bereits im Oktober 2019 abgeschlossen. Als Folge der Pandemie verzögerte sich der Kinostart jedoch mehrfach.
Keine Zeit zu sterben
Action • 2019
prisma-Redaktion
"Dune" ist bereits die zweite Verfilmung des legendären Science-Fiction-Romans.
Dune
Science-Fiction • 2021
prisma-Redaktion
Mit Shang-Chi steht erstmals ein asiatischer Superheld im Zentrum eines Marvel-Abenteuers.
Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
Action • 2021
prisma-Redaktion
In vier Episoden erzählt "Doch das Böse gibt es nicht" von der Todesstrafe im Iran.
Doch das Böse gibt es nicht
Drama • 2020
prisma-Redaktion
Drama trifft Thriller trifft Groteske: "Promising Young Woman" mischt verschiedene Genres zu einem grandiosen Film.
Promising Young Woman
Thriller • 2020
prisma-Redaktion
Für die Fußball-Dokumentation "Nachspiel" begleiteten die Filmemacher Christoph Hübner und Gabriele Voss ihre Protagonisten mehr als 20 Jahre lang.
Nachspiel
Dokumentarfilm • 2019
prisma-Redaktion
"Kaiserschmarrndrama" ist die siebte Verfilmung eines Rita-Falk-Krimis rund um den Niederkaltenkirchener Ermittler Eberhofer.
Kaiserschmarrndrama
Komödie • 2020
prisma-Redaktion
Vom flanierenden Werbetexter zum Verliebten und in den Abgrund: Tom Schilling spielt Erich Kästners Romanfigur Fabian aus dem Jahre 1931. Der ungewöhnliche Historienfilm lief im Wettbewerb der Berlinale und wurde von der Kritik gefeiert.
Fabian oder der Gang vor die Hunde
Drama • 2021
prisma-Redaktion
Auf ein Neues! Die Antiheldentruppe Suicide Squad bekommt nach dem verunglückten ersten Leinwandauftritt von 2016 eine Frischzellenkur verpasst.
The Suicide Squad
Action • 2021
prisma-Redaktion
"Jungle Cruise" ist ein Film für viele Geschmäcker: Neben Action und Spannung bietet der Streifen von Jaume Collet-Serra auch jede Menge Witz und eine wohldosierte Portion Romantik.
Jungle Cruise
Komödie • 2021
prisma-Redaktion
Irgendwo steht immer ein Auto rum, das gefahren werden will: "Fast & Furious 9" macht einen Trip rund um die Welt und wagt sich sogar ins All.
Fast & Furious 9
Action • 2021
prisma-Redaktion
"Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" wurde für sechs Oscars nominiert und gewann den Preis für die beste Nebendarstellerin.
Minari
Drama • 2020
prisma-Redaktion
Wie ein ehrgeiziger Unternehmer auf der Suche nach größeren beruflichen Erfolgen den Zusammenhalt seiner Familie riskiert, beleuchtet Sean Durkins Drama "The Nest - Alles zu haben ist nie genug".
The Nest - Alles zu haben ist nie genug
Drama • 2020
prisma-Redaktion
Erst im Kino, einen Tag später schon bei Disney+: "Black Widow" ist zurück.
Black Widow
Action • 2020
prisma-Redaktion
"Nomadland" gewann im Frühjahr drei Oscars - als bester Film, für die beste Regie sowie für die beste Hauptdarstellerin.
Nomadland
Drama • 2020
prisma-Redaktion
Godzilla und King Kong haben sich im vierten Teil der MonsterVerse-Reihe keine Nettigkeiten zu sagen.
Godzilla vs. Kong
Action • 2021
prisma-Redaktion
"Stowaway - Blinder Passagier" erzählt von einer möglicherweise bahnbrechenden Marsmission, auf der es kurz nach dem Start zu einem dramatischen Zwischenfall kommt.
Stowaway - Blinder Passagier
Science-Fiction • 2021
prisma-Redaktion
"Cats & Dogs 3 - Pfoten vereint!" setzt die Reihe, die vor 20 Jahren ihren Anfang nahm, fort.
Cats & Dogs 3 - Pfoten vereint!
Komödie • 2020
prisma-Redaktion
Trotz hochkarätiger Besetzung erreicht "A Quiet Place 2" nie die Intensität des viel gelobten Vorgängers von 2018.
A Quiet Place 2
Thriller • 2019
prisma-Redaktion
"Wonder Woman 1984" war zunächst nur bei Sky zu sehen und kommt nun auch in die Kinos.
Wonder Woman 1984
Action • 2020
prisma-Redaktion
In "Mortal Kombat" geht es äußerst brutal zur Sache.
Mortal Kombat
Action • 2021
prisma-Redaktion

BELIEBTE STARS