Frankreichs Militär und Politiker feiern die erfolgreiche Detonation der zweiten unterirdisch gezündeten Atombombe in der Sahara. Als sich eine nuklear verstrahlte Wolke ausbreitet, denkt keiner an die vier französischen Soldaten, die die Sicherheitszone im Gebirge überwachen sollten...

Regisseur Jean-Pierre Sinapi ("Leben tötet mich", "Straße der Freuden") drehte dieses politisch kritische Werk nach einem eigenen Drehbuch, an dem auch Daniel Tonachella und Quentin Raspail mitwirkten. Sinapi zeigt das Frankreich der Sechzigerjahre, ohne jedoch voreilig moralisch zu urteilen. Das Politdrama erinnert an die "force de frappe" de Gaulles und an den Unfall von Béryl im Jahr 1962, dessen Opfer nie entschädigt wurden. Für "Es lebe die Bombe!" hat sich Sinapi vor allem von Paul Greengrass' Film "Bloody Sunday" inspirieren lassen. Beim Festival von St. Tropez wurde Sinapis Regiearbeit als bester Fernsehfilm ausgezeichnet.

Foto: arte F/Daniel Tonachella